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Schon wieder Lettland? Ja, in der Tat. Nachdem ich ja schon im ersten Quartal des Jahres ein wenig das lettische Landleben erkundet habe, wollte ich meine Exkursionen in die Provinz noch etwas erweitern um auch einmal zu schauen, wo es vielleicht ganz reizvoll ist über einen längeren Zeitraum in diesem Land zu bleiben. Dass es am Rigaischen Meerbusen (was für ein blöder Name) auch noch etwas anderes als dem bekannten Badeort Jurmala gibt, galt es diesmal herauszufinden.

AirBalticDie Anreise erfolgte mal wieder mit AirBaltic. Auch wenn Ryanair schon eine Zeit lang Riga anfliegt, war die baltische Airline trotzdem noch um einiges günstiger, auch wenn ich jetzt Tickets über 100 Euro über die Entfernung nicht als besonders preiswert empfinde. Aber gut, immerhin habe ich mir den weiten Weg nach Schönefeld gespart. Ein Hotel in Riga habe ich diesmal etwas Außerhalb der Innenstadt gebucht. Nachdem ich mir das letzte Mal etwas Gutes gönnen wollte und mich in einer vier Sterne Absteige einbuchte, die ganze Nacht durch den Lärm des Sauftourismus auf der Straße aber nicht schlafen konnte, wollte ich diesen Fehler nicht noch einmal machen. Maskavas Forštate 3,5 Kilometer Abseits des Massentourismus im Stadtteil Maskavas Forštate war es zwar ziemlich trostlos aber immerhin eise – und das zu einem Preis der Dauerhaft jedes Hotel in den Ruin treiben wird. Ein Trolleybus hält aber fast direkt vor dem Hotel so das die Zivilisation schnell erreicht werden kann.

Da der Anreisetag wettertechnisch leider sehr schlecht war, konnte nicht mehr viel unternommen werden. Der nächste Tag zeigte sich dann Gott sei Dank wolkenlos, ein perfekter Tag für Saulkrasti. Mit dem Trolleybus ging es von Maskavas Forštate zum Hauptbahnhof Riga. Für den öffentlichen Personennahverkehr ist es übrigens ratsam sich Zeitkarten zu holen. Eine Karte für drei Tage kostet 10 Euro. Preiswert im Vergleich zu Deutschland. Auch Zugfahren ist sehr günstig. Die Fahrt nach Saulkrasti (45 Kilometer) kostete hin- und zurück 3,80 Euro. Einfach mal Richtung Osten statt westlich nach Jurmala, dass ja immer einen regen Touristenansturm zu verzeichnen hat. SaulkrastiDie Fahrt mit dem rustikalen Zug russischer Baureihe dauerte fast genau eine Stunde. Mitten in der Woche war der Zug in der Vormittagszeit fast menschenleer. Auch in Saulkrasti stiegen nur wenige Fahrgäste aus. Am Bahnhof von Saulkrasti gab es eine Karte, die eine Orientierung der Umgebung ermöglichte. Ein kurzer Fußmarsch durch bewaldetes Gebiet auf der Bīriņu iela und Saulkrasti Beach erstreckte sich in voller Länge vor einen. Auch am Strand von Saulkrasti gähnende Leere. Fast alle Gastronomischen Einrichtungen am Strand waren bei dem schönen Wetter geschlossen. Einige Lebensmüde tummelten sich sogar im eiskalten Wasser. Hier müssen die Lebensretter sicherlich öfters ausrücken. Der lang gezogene Strand von Saulkrasti besticht durch seine Sauberkeit und Einsamkeit. Ideal für jeden der Ruhe und Erholung sucht. Sollten hier aber mehrere Tage verbracht werden ist es ratsam, sich einen Mietwagen zu nehmen. SaulkrastiZu weitläufig ist das Gelände. Alternativ stehen aber auch viele Fahrradverleihe zur Verfügung. Die einzige Strandbar die geöffnet hatte lud zum Einkehren ein. Der Service wie gewohnt plump russisch. Es wurde zwar eine Karte an den Tisch gebracht, doch zum Bestellen musste der Gast in die Bar hineingehen. Was machte das denn für einen Sinn? Statt meinen bestellten Chickenburger bekam ich einen Hamburger - naja nicht so wild. Nach einigen Stunden in der Sonne ging es mit dem Zug wieder in Richtung Riga. Das nächste Ziel war die Miera iela, Rigas „Peace Street“ der befreit von jeglichen Touris ist. Hier sind die Letten noch weitestgehend unter sich. Bars und schöne Architektur modernisiert sowie auch noch zur Sowjetzeiten prägen das Straßenbild. Leider verkehrt der öffentliche Personennahverkehr in Riga nicht rund um die Uhr. Deshalb musste gegen 23 Uhr die Rückreise in das Hotel angetreten werden.

SaulkrastiDer 3. Tag in Riga war leider wieder nur ein halber Tag. Wetter reut super für einen September. Die Stunden vor der Abreise verbrachte ich in Torņakalns, einem Stadtteil westlich der Dauga. Auch hier viel interessante Architektur zu bewundern. Es lohnt sich immer wieder Teile Rigas fernab des Mainstreams zu erkunden.

Fazit: Riga, da weiß man was man hat. Auch zum 6. Mal ist mir in dieser recht übersichtlichen, spannenden und schönen Stadt nicht langweilig geworden. Immer wieder finde ich Ecken wo ich noch nicht war und die es sich lohnt anzuschauen. Die Stadt hat sich außerhalb der aufgemotzten Altstadt in den letzten 10 Jahren kaum verändert. Die Preise sind generell sehr niedrig und von Riga aus lassen sich schnell andere Gegenden Lettlands erkundigen. Saulkrasti hat mir so gut gefallen, dass ich dort plane länger zu bleiben. Der nächste Besuch lässt hoffentlich nicht lange auf sich warten.

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Jetzt ist es doch tatsächlich schon ein halbes Jahrzehnt her, dass ich das letzte Mal die lettische Hauptstadt besucht habe. Woran lag es? Sicher an den letzten turbulenten Jahren aber auch an den stark angezogenen Flugpreisen Richtung Riga. AirBaltic ist leider auch nicht mehr das, was es mal war. Dafür, dass AirBalic kein Low-cost carrier ist, tritt dieses Unternehmen mittlerweile so auf. Für jeden kleinen Furz muss abgedrückt werden. Das was für andere Fluggesellschaften Service ist, zieht AirBaltic bei seinen Fluggästen ab. Wer sich zum Beispiel keinen Online-Checkin unterziehen will, wird beim Ausdrucken der Bordkarte am Schalter mit 30 Euro (!!!) zur Kasse gebeten. Ein Sitzplatzwechsel kostet 7 Euro und die Preise für Speis und Trank an Bord kommen der Abzocke gleich. Also Spaß macht die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen nicht mehr. Doch zurück zum Thema, dem seit 2004 zur EU gehörenden Staat Lettland.

Von den knapp 2 Millionen Einwohnern Lettlands, sind fast die Hälfte in Riga ansässig. Es dreht sich in diesem Land sozusagen alles nur um eine Stadt. Zum Glück wurde auch in Lettland vor zwei Jahren der Euro eingeführt, sodass das lästige Umtauschen in Lats wegfällt. Ein Preisanstieg nach Einführung des Euros war auch nicht festzustellen. Eher im Gegenteil. Die Hotels sind weiterhin sehr preisgünstig und auch kulinarisches erschien mir um einiges günstiger als beim letzten Besuch. Gebucht wurde das am südlichen Ende der Altstadt gelegene Wellton Centrum Hotel & Spa.

Keine schlechte Unterkunft, aber doch recht ungünstig gelegen. Bedacht hatte ich nicht den Trubel nachts in der Altstadt. Der hat enorm zugenommen und Riga hat mittlerweile ganz offensichtlich der Sauf-Tourismus fest im Griff. Schlafen war leider nur bei geschlossenem Fenster möglich. Bis früh in den Morgen grölende Proleten. Überhaupt, die Kneipendichte Rigas hat deutlich zugenommen. Doch das war ja nicht das Ziel der Reise, auch nicht zum wiederholten Male der Touristennepp in der Altstadt.

Die Anreise erfolgte am Karfreitag recht spät aber zumindest pünktlich. Mit dem Bus 22 (alternativ Minibus 222) ging es für 2 Euro in die Innenstadt. Werden die Fahrkarten vor Fahrantritt erworben, kostet eine Fahrt sogar nur 1,15 Euro. Zu kaufen gibt es Fahrkarten an den vielen Narversen Kioske, die großflächig über die Stadt verteilt sind. Lästig: Die Uhr um eine Stunde vorstellen. Um 23 Uhr war dann nicht mehr viel zu unternehmen. Am Samstag sollte es aufs Land gehen - zuerst allerdings wieder ein kleiner Blick hinter den Kulissen des Touristenzentrums von Riga. Hier hat sich leider nicht viel getan. Viel Substanz aber wohl keine Investoren. Vielleicht auch zu viel verlangt, stand Lettland doch vor einigen Jahren vor der Pleite.

Dann ging es los mit dem Auto Richtung Westen. Kurz nach Jurmala wurde die Umgebung immer trostloser - untermauert wurde der Eindruck auch noch durch das extrem trübe und düstere Wetter. Vorbei an Ruinen, heruntergekommenen oder verlassenen Orten. Die Landstraße teilweise holprig aber kaum frequentiert. Fast zwei Stunden dauerte die Fahrt bis nach Kuldīga. Dort lockerte das Wetter etwas auf, aber es blieb kalt. Über die längste mit dem Auto befahrbare Backsteinbrücke Europas, unter der die  Stromschnellen der Venta fließt, führte der Weg direkt in das Historische kleine Zentrum. Doch auch hier das gleiche Bild: Viel Potenzial an Gebäuden aber nicht alle restauriert. So steht Verfall neben Schönheit. Der historische Stadtkern Kuldīgas lässt sich bequem zu Fuß erkunden.

Für mich positiv: kaum Touristen. Allenfalls ein paar Letten angelten an der Venta oder machten einen Ausflug mit Restaurantbesuch. Das kleine Zentrum mit seinen Geschäften war an dem Samstag vor Ostern verwaist. Nach einem Rundgang durch den Ort und an den Stromschnellen der Venta, übrigens die breitesten Europas, ging es zur Stärkung in das Restaurant Goldingen Room. Steak und Schwein, 36 Euro für zwei Personen - ein super Preis mit gutem Geschmack.

Hier kam allerdings das rustikale Benehmen der Osteuropäer zum Vorschein. Ich habe es bisher noch nie erlebt das ein Gast an einem Tisch, wo andere noch Essen wollen und wo drum herum noch andere Essen, die vollgeschissene Windel seines Kleinkindes wechselt. Echt eklig dreist. Andere Länder - muss man wohl hinnehmen, aber nicht verstehen. Auch die Keramikabteilung ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Eine Toilettenschüssel in einer Kammer für alle - kostenloser Einblick beim Essen. Nach der zünftigen Nahrungsaufnahme erfolgte die Rückreise im dunklen durch Dörfer, die als Kulisse für Horrorfilme dienen könnten. Nach Auskunft einiger Letten sieht das aber schon mittlerweile gut aus - im Vergleich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre.

Am folgenden Sonntag folgte die komplette Verwirrung. Erneut wurde die Uhr um eine Stunde vorgestellt - echt nervig. Da die Abreise am frühen Abend erfolgte, blieb leider nicht mehr viel Zeit. Hier und da noch etwas essen und schauen, dann zurück zum kleinen Flughafen Lidosta mit Minibus 222. Dieser ist allerdings nicht unbedingt zu empfehlen da nur wenig Platz und kein Stauraum für Gepäck vorhanden. Das kann schnell unbequem werden. Dem Flughafen Riga ist mittlerweile das gestiegene Passagieraufkommen anzusehen. Zumindest die Abfertigungshalle ist nicht mehr so schön und ganz ziemlich abgerockt. Nach der Sicherheitskontrolle ist der Flughafen Riga immer noch recht schick und vor allen Dingen preiswert. Das kann ja wahrhaftig nicht jeder Flughafen von sich behaupten. Bis zum Abflug ist es hier entspannt möglich, die Zeit zu verbringen.

Fazit: Das Wochenende in Lettland hat mir wieder sehr gut gefallen. Es war ziemlich interessant auch den Weg auf das Land gefunden zu haben. Super spannend, dort gibt es noch viel zu entdecken und es wird hoffentlich nicht mein letzter Ausflug in die lettische Provinz gewesen sein. Ich komme auf jeden Fall wieder und kann jedem einen Besuch - zumindest von Riga - wärmstens empfehlen.

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Meine Heimat mein Verein.

Es gibt nicht viele Fußballclubs in Deutschland, die trotz ihren bescheiden sportlichen Leistung dennoch Kult-Status genießen. Kuriose Ereignisse reihen sich neben großen Erfolgen und bitteren Niederlagen. Deutscher Meister in der 1. Bundesliga, die erste Trikotwerbung im Sport, Jägermeister, der Fall Lutz Eigendorf, Abstieg trotz eines positiven Torverhältnisses, 5 Trainer in einer Saison und die beste Bratwurst der Liga....mach mit, lass Dich infizieren und werde auch Eintracht-Fan...der echten und einzigen Eintracht im Profi-Fußball. Klicky?

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