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Die Reise nach Budapest war mal wieder ein echtes Billigflieger-Schnäppchen von EasyJet. Am Budapester Flughafen brachte der Bus 200 ankommende Fluggäste zur Endstation der Metrolinie M3. Eine U-Bahn Station nach dem Vorbild der sowjetischer Baukunst. Ein echtes Highlight und ein „Muss“ für jeden Budapest-Touristen. Sämtliche U-Bahn Züge dürften auch noch aus sozialistischen Zeiten stammen. Zumindest sind sie optisch und von der Lautstärke her identisch mit dem Triebwagen in St. Petersburg oder Moskau. Etwas ungewöhnlich ist die Organisation mit den Tickets. Sie gelten nur für die Fahrt in einem Transportmittel bzw. für eine angetretene Fahrt. Beim Umsteigen muss ein neues Ticket gelöst werden. Dass kann auf Dauer ganz schön ins Geld gehen, auch wenn eine Fahrt mit 1,20 Euro gegenüber unseren Preisen noch recht günstig ist. Die Ticketautomaten sprechen auch englisch - leider nehmen sie nur Münzen die so gut wie niemand passend hat. Das sportliche Vorhaben, von der Station "Férenciek Tere" zu Fuß die etwas außerhalb gelegene Unterkunft in den Bergen der Buda-Seite zu erreichen, entpuppte sich leider als ein nicht endender Fußmarsch. Die Unterkunft in Budapest war dieses Mal recht familiär. Eine einfache Pension die aber laut Webseite kostenloses WLAN hatte. Für mich war dieser Service sehr wichtig. Der Schock gleich am Anfang: Ich hatte zwar Empfang aber keinen Zugang zum Internet. Die wirklich extrem gut deutsch sprechende Dame am Empfang des Helios Panzio konnte da natürlich nicht helfen. Nach einem unerlaubten Reboot des Routers meinerseits, funktionierte der Zugang reibungslos. Es ist eben wie bei Windows: Versuchs doch mal mit einem Neustart.

Der Service in der Pension Helios Panzio war wirklich vorbildlich. Es gab Informationsmaterial, einen Stadtplan und Ausgehtipps. Fahrkarten können an der Rezeption des Helios Panzio erworben werden sowie Getränke oder andere nützliche Dinge. Mit dem Service gaben sich die Betreiber des Helios Panzio sehr viel Mühe. Das tröstete aber leider nicht über die extrem schlechte Lage der Unterkunft hinweg. Die Zimmer waren dafür relativ lustig, das Mobiliar teilweise aus DDR-Zeiten: Eiche Rustikal. Etwas Nostalgie ist doch auch nicht so schlimm.

Die Latscherei in Budapest war doch recht anstrengend. Die gesamte Stadt Budapest zieht sich extrem. Dazu kommen natürlich die ewigen Auf- und Abstiege wie Fischerbastei oder Burgpalast. Lohnen tut sich die Tortour aber auf jeden Fall. Bedauerlicherweise leidet Budapest auch unter notorischen Toilettenmangel. Die Auswahl an Gaststätten und Kneipen empfand ich als äußerst bescheiden. Sogar auf der Magareteninsel gab es keinerlei Bewirtschaftung. Allenfalls ein paar rollende Verkaufsstände, an denen jeder sein Getränk in die Hand gedrückt bekommt. Fast alles ist deutlich billiger bei uns, sogar McDonalds. Trotzdem wollte mir die Stadt Budapest nicht wirklich gefallen. Der krönende Abschluss endete in einem unangekündigten Streik der Verkehrsbetriebe, aufgrund dessen ich fast meinen Rückflug verpasst hätte.  

Fazit: Ein anstrengendes Wochenende, das durch den Streik der öffentlichen Verkehrsmittel in Budapest am Abflugtag fast unfreiwillig verlängert wurde. Wiederholung nicht ausgeschlossen aber unwahrscheinlich.

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