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Tauchen mit den Funny Divers Hurghada

Zum zweiten Mal habe ich bei den Funny Divers 10 Tage auf dem Boot verbracht. Wie schon 2011 war hier auch der Preis wieder entscheidend. Ich brauche keine 5 Sterne Tauchbasis die letztendlich das doppelte kassiert und nicht mehr bietet - im Gegenteil, eher weniger. Auch auf das lästige "Vortauchen" kann ich verzichten, denn das bringt rein gar nichts und ich möchte selbst entscheiden, ob ich tauchen gehe oder mir das nicht zutraue. Ich tauche immer auf mein eigenes Risiko, zuvor muss ich auch zig Dinge unterschreiben die alle Beteiligten von jeglichen Regressansprüchen befreit. Gerade deshalb ist das Vortauchen reines Kasperletheater. Auch diesmal blieb mir das bei den Funny Divers erspart, entspannend und zeitsparend. Leider war auch dieses Jahr von der Organisation her nicht alles perfekt. Am ersten Tag an dem man mich vom Hotel abholen wollte wartete ich vergebens. Die Funny Divers hatten mich schlicht und ergreifend vergessen. Dann wurde an mehreren Tagen das Boot gewechselt wobei zuerst meine Bleitaschen und dann ein Set Maske und Schnorchel von mir verschwanden. Die Taschen fanden sich wieder, Maske und Schnorchel waren allerdings für immer verloren. So etwas ist nicht tragisch, aber doch ärgerlich. Ansonsten waren es wieder 10 schöne Tage an Bord, an denen man auch wieder reichlich interessante Leute kennen lernen konnte. Die Gästestruktur war wie immer bunt gemischt. Russen, Holländer, Engländer, Dänen und Belgier waren mit von der Partie. Von den Tauchplätzen gab es nicht viel Neues zu sehen, irgendetwas spezielles, wie eine Fahrt zur der SS Thistlegorm, wurde leider nicht angeboten. Die Verpflegung an Bord war wieder sehr gut, einfach aber sehr schmackhaft. Vorsichtig ist nur bei Salaten oder bei irgendwas geboten, was vorher mit Wasser in Berührung gekommen ist. Ich war nicht der Einzige an Bord, der nach einer Woche extreme Probleme mit der Verdauung bekommen hat.

Fazit: Ich war auch dieses Mal mit den 10 Tagen an Bord sehr zufrieden. Man musste sich um nichts kümmern, kein lästiges Auswaschen oder transportieren der eigenen Ausrüstung. Bezahlung in Bar völlig unproblematisch. Trotz der organisatorischen Pannen war es eine gute Zeit mit den Funny Divers. Sollte ich dort noch einmal tauchen, würde ich mir nur ein Hotel in der näheren Umgebung suchen, denn der Transport hin und zurück zum Hotel war einfach zu anstrengend (Hitze) und zeitfressend.

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Die Organisation über das Internet hat gut geklappt. Ahmet, offensichtlich einer der Chefs der Funny Divers hat schnell geantwortet, auch wenn er nicht immer alle Fragen beantwortet hat. Nach mehrmaligen Nachhaken wurden dann doch alle Fragen geklärt. Der Check in verlief, sagen wir mal so, etwas ungewöhnlich. Sichern sich die meisten Tauchbasen generell doch ab bis zum geht nicht mehr, wollte man bei den Funny Divers noch nicht einmal die Zertifikate sehen - geschweige denn ein ärztliches Attest. Die 25 Euro für die Tauchtauglichkeits-Bescheinigung hätte ich mir also eigentlich ersparen können. Aber okay, ist ja auch für die eigene Sicherheit. Ansonsten gab es wie vor einer OP wieder jede Menge zu unterschreiben - das man auch ja frei von irgendwelchen Krankheiten ist. Hier wurde völlig auf die Aussagen des Kunden vertraut. Auch auf das so beliebte "Vortauchen" (Abchecken, ob denn das Ausblasen der Tauchmaske noch klappt usw.) komplett verzichtet. Das sollte mich nicht weiter stören. Aber offensichtlich kann hier jeder tauchen, der meint es zu können. Ich bin auch nicht für den totalen Kontrollwahn der auf manchen Tauchbasen herrscht, aber zu locker sollte es dann vielleicht auch nicht abgehen.

Zu meiner Zeit war bei den Funny Divers nicht viel los. Außer einem anderen deutschen Taucher hatte sich keiner angemeldet. Das Boot der Funny Divers wurde deshalb mit anderen Tauchbasen gechartert, was auch nicht weiter schlimm war, denn Platz gab es eigentlich genug. Bis auf einen Tag, da haben es die Organisatoren mit Schnorchlern und Schnuppertauchern echt ein wenig übertrieben. Die Tauchplätze wurden je nach Wetterlage ausgewählt. Da in der Zeit ein starker Wind herrschte, war die Auswahl natürlich begrenzt. So war es auch nicht weiter schlimm, dass die meisten Tauchplätze angesteuert wurden, die von mir schon mal Jahre zuvor besucht wurden. Auf dem Boot der Funny Divers herrschte zu meiner Zeit keine Hektik. Da habe ich schon ganz andere Sachen erlebt, wo die Taucher geradezu ins Wasser getrieben wurden, da die Masse sonst den Zeitplan durcheinander gebracht hätte. Auf dem Boot waren überwiegend osteuropäische Gäste (noch ist Polen nicht verloren), die aber meistens ihren eigenen Guide hatten. Holländer und Deutsche tauchten meist zusammen – das klappte Prima.

Die Crew auf dem Boot der Funny Divers war super drauf. Aber ehrlich gesagt kenne ich das auch von anderen Booten so, da gab es noch nie etwas zu meckern. Die gesamte Mannschaft versucht es einen recht zu machen, war zuvorkommend und hilfsbereit. Und zur Krönung gab es zum Mittag immer ein super Menü. Ich wundere mich immer wieder, wie es die Ägypter schaffen auf engsten Raum so etwas zu schaffen. Das Essen ist natürlich auch wichtig – denn scheiß Essen gibt bekanntlich schlechte Laune.

Schlechte Laune habe ich nur bekommen, wenn ich mit ansehen musste wie polnische Tauch Guides ihre ungeübten Begleiter in Korallen schwimmen ließen. Diese brachen dann ab und sanken in einer riesigen Staubwolke zu Boden. Atemregler macht Probleme? Wird ja wohl nicht so schlimm sein. Kann man ja trotzdem mit tauchen. Nach 10 Minuten griff ein polnischer Taucher wegen null Luftzufuhr panisch nach einem Oktopus. Da gibt es für mich nur einen Scheibenwischer. Leider musste ich mir das 10 Tage lang anschauen. Gerne würde ich etwas Anderes über unsere osteuropäischen Nachbarn berichten aber alle Vorurteile wurden hier erneut bestätigt. Unkontrolliert, unorganisiert und mit wenig Hirn ausgestattet werden sie ins Rote Meer gelassen.

Um sein Equipment musste sich bei den Funny Divers niemand kümmern. Für die Trocknung und Reinigung hatten die Funny Divers einen eigenen Equipment Boy (Rambo). Das war eine echte Entlastung. Von den meisten Tauchbasen in Ägypten kenne ich es nur so, dass jeder sein eigenes Zeug auch noch selbst waschen und aufhängen muss. Ein echt toller Service. Die Box war am Morgen auch schon fertig auf den Wagen verstaut.

Fazit: Mir haben die 10 Tage tauchen bei den Funny Divers Spaß gemacht. Genervt hat leider sehr die polnische Tauchbasis, die permanent in Massen Schnuppertaucher und Schnorchler im Schlepptau hatte. Bei den Tauchern frage ich mich ob sie ihre Zertifikation auf dem Polenmarkt erstanden haben oder tatsächlich zu blöd zum Tauchen sind. Die polnischen Guides eine einzige Katastrophe. Auf dessen Gewissen gehen etliche Korallen.

Eine weitere gute Tauchbasis:  Aquanaut Blue Heaven, Hurghada (Ägypten) 2008.

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