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Das britische Low-Cost-Carrier Schwergewicht EasyJet hinterließ bisher immer einen durchwachsenden Eindruck. Zumindest das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte in der Regel. Wie bei allen Billigfliegern sind die Lockangebote wahrhaftige Luftnummern. Nur selten werden für den angebotenen Preis Verbindungen herausgegeben. Das Buchen der Flüge auf der EasyJet Homepage geht schnell und einfach. Die Bordkarte kann meistens direkt im Anschluss ausgedruckt werden und nicht, wie bei Lufthansa, erst 23 Stunden vor Abflug. Die Preise für die Flüge werden bei EasyJet wie auf einer Börse gehandelt. Was heute noch günstig ist, kann morgen schon das Doppelte kosten. An Feiertagen sind die Preise dann auch schnell mal teurer als ein Linienflug. Sogar Lufthansa bietet auf gewissen Strecken einen besseren Preis und einen besseren Flughafen an als EasyJet.

Sehr chaotisch verläuft immer wieder die Abfertigung der Passagiere. Die Fluggäste werden nach dem Einchecken in Räume gezwängt, in denen es teilweise nur wenige Sitzplätze gibt. Bei längeren Verspätungen heißt dies bei EasyJet: Platznehmen auf dem Boden. Auch die eingeführten Boarding-Kategorien funktionieren nur selten. Bei einem großen Andrang auf den Schalter ist für Passagiere mit vorrangigem Boarding-Recht trotzdem kein Durchkommen. In voll gebuchten Maschinen kommt es bei EasyJet auch innerhalb des Flugkörpers bei der freien Sitzplatzwahl zu tumultartigen Szenen. Drängler und Pärchen, die es nicht schaffen mal eine Stunde getrennt zu sitzen, nerven zusätzlich gewaltig bei der Platzsuche. Oft gibt es auch Schwierigkeiten beim Verstauen des Handgepäcks. Wer Pech hat sitzt in der letzten Reihe während das Gepäck ganz vorne landet. Das bedeutet Zeitverlust beim Aussteigen. Die Preise an Bord sind bei EasyJet teilweise unverhältnismäßig hoch.

Fazit: Trotz der kleinen Unstimmigkeiten und der oft unprofessionellen Organisation ist EasyJet, mit etwas Buchungsglück, eine feine Sache. Ohne diese Airline wären viele meiner Unternehmungen einfach nicht möglich. Richtig billig wird es aber erst bei monatelanger Vorausbuchung und bei zeitlicher Flexibilität. Richtig ärgerlich wird es, wenn EasyJet einen gebuchten Flug wegen geringer Nachfrage einfach kurzfristig streicht. Besonders toll sind solche Aktionen dann auf der Rückreise im Ausland. Profit geht vor Kundenbindung - die Kehrseite eines Billigfliegers.

Unter diesem Link befinden sich noch weitere Testberichte von internationalen Fluggesellschaften.

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