Hotelbewertung Hotel *** Hotel Village Hamburg

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Nur 7 Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt, auf dem Steindamm, befindet sich das Hotel Village mitten zwischen Porno-Spritzkabinen, freilaufenden Nutten und türkischen Spezialitäten. Der Verkehr im Hotel Village in Hamburg St. Georg ist heute sicherlich nicht mehr der Gleiche wie vor 30 Jahren. Dennoch wollte sich das Hotel Village in Hamburg den Charme eines ehemaligen Puffs (PR-Gag oder Wahrheit vermag ich nicht zu beurteilen) bewahren und versuchet dieses Konzept auch bis heute noch durchzuziehen.

Die Rezeption des Hotel Village in St. Georg war zur Abendstunde verweist. Kein Mensch weit und breit zu sehen. Nach endlosen Faustschlägen auf die Rezeptionsklingel erschien dann doch jemand. „Ach Herr Lorenz, sie kommen ja auch noch!“. Die Rezeption beeindruckte mich. Im schummrigen Rotlicht klassische Möbel mit Tiger und Leoparden Plüschbezug. Die Herbergsmutter des Hotel Village knallt mir den Schlüssel hin. „Hier, Zimmer 51“.

Im oberstes Stockwerk war die Einrichtung ähnlich wie im gesamten Haus. Alles im Dämmerlicht gehalten. Vielleicht auch besser so. Ein klassisches Bettgestell aus Eisen mit rotem Seidenvorhang stand mitten im Raum. Wie romantisch. Ein Hirschgeweih an der Wand, zwei altertümliche Sessel mit Wildtierplüschbezug standen neben dem Bett. Ein Bad gab es nicht. Die Dusche stand mitten im Zimmer, das Klo hing gleich daneben. Kacken, duschen und schlafen, alles in einem Raum. Wie praktisch. Das Zimmer hatte auch noch einen Balkon mit angerosteter Sonnenliege zu bieten. Im ganzen Zimmer roch es ekelig angebrannt. Die Herkunft war schwer zu lokalisieren. Auf dem Balkon stehend wurde der Übertäter erschnüffelt. Ein türkischer Holzkohlegrill auf der Steindamm gleich gegenüber und ein benachbartes Restaurant. So wie das gestunken hat, möchte ich nicht wissen was dort zubereitet wurde. Ich habe schon schlimmere Zimmer gehabt als im Hotel Village in Hamburg. Die Idee das Ganze Ambiente ein wenig dem Rotlichtmilieu anzupassen bzw. es in dem Stil zu lassen ist ja ganz witzig. Nur könnten sich die Betreiber dabei auch ein wenig mehr Mühe geben. Zum Beispiel indem die ganzen ranzigen Gegenstände aus dem Zimmer entfernt und durch neue ersetzt werden. Die Sauberkeit im Zimmer ließ auch zu wünschen übrig.

Fazit: Wer dieses Hotel für unter 50 Euro buchen kann ist gut beraten – alleine wegen der zentralen Lage. Jeden anderen kann ich nur empfehlen, sich nicht von dem Plüsch des Hotels beeindrucken zu lassen. Maximal 2 Sterne – da waren einfach in der Vergangenheit andere Hotels besser

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Joomla Artikel vor 3 Monaten
Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
Joomla Artikel vor 4 Monaten
Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
Joomla Artikel vor 4 Monaten
Bernhard posted a comment in Gefangen im eigenen Land
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
Joomla Artikel vor 7 Monaten
Hendrik Lorenz posted a comment in Gefangen im eigenen Land
Ich kann mich an den Kommentar erinnern. Dieser ist wohl leider der Reinigung der letzten Spam-Attac...
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