Hotelbewertung Hotel Garni Schwertfirm Karlsfeld

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Schwertfirm - ein merkwürdiger Name für ein Hotel. Ist es denn dann wirklich so merkwürdig? Das Hotel Schwertfirm liegt außerhalb Münchens nördlich in Karlsfeld, unweit der MTU und dem MAN Konzern. Das Hotel ist in einem 4-stockigen Gebäude untergebracht, das wohl in den 80er Jahren gebaut wurde. Von außen wirkt das Haus eher nüchtern, innen ist es allerdings auch nicht viel anders. Karge Gänge, spartanische Zimmereinrichtung. Sicherlich werden die anderen 71 Zimmer nicht anders eingerichtet sein als das, was ich bezogen habe. Eine Präsidentensuite gibt es im Hotel Schwertfirm definitiv nicht. Dafür aber einige Apartments, Bier und Cola aus einem Automaten an der Rezeption. Nicht wirklich schlimm, aber auch wirklich nicht toll. Ab 21 Uhr ist kein Angestellter des Hotels mehr zu sehen. Alles ist etwas in die Jahre gekommen und ziemlich lieblos gestaltet. Einige Einrichtungsgegenstände dürften original 90er Jahre Retro sein. Eine reine Schlafburg. Es gibt eine kleine Bar an der Rezeption, die war aber so trostlos, dass sich dort niemand aufgehalten hat. Um das Hotel herum gab es einige Einkehrmöglichkeiten und ein McDonalds Restaurant. Das Internet funktionierte gut. Kreditkarten und EC-Karten wurden im Hotel Schwertfirm nicht akzeptiert - sehr merkwürdig, wo gibt es das heute noch? Und sonst? Nichts. Keine Gastronomie, kein Service. Abends muss man eher aufpassen, dass man sich nicht die Knochen bricht. Das gesamte Haus war mit Zeitschaltung ausgestattet. Im den dunklen Gängen waren oft die Lichtschalter nicht zu finden noch zu erkennen. Hier wird gespart wo es nur geht - auch wenn es auf Komfort und Sicherheit der Gäste geht.



Fazit: Das Hotel Schwertfirm bietet einen Obdach - das war es dann aber auch schon. Minimaler Aufwand für den maximalen Gewinn. Nein. Ich kann vor diesem Hotel nur abraten. Da gibt es besseres mitten in München für weniger Geld. Das Hotel Schwertfirm eignet sich hervorragend um seine Depressionen zu pflegen. Nur der Bierautomat ist toll....

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Kommentare

Mansour gefällt ein Kommentar bei Kotte & Zeller - Eine unendliche Bestellung
Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
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Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
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Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
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Bernhard gefällt ein Kommentar bei Gefangen im eigenen Land
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
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