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Es muss ja nicht immer das Ausland sein, ein paar Tage im eigenen Land verbringen, warum nicht? Wenn schon, dann dort wo auch Wasser ist. Viel Wasser. Im deutschsprachigen Raum ist der Bodensee das größte Binnengewässer. Deutschland teilt sich den See mit der Schweiz und Österreich. Schöne Städte gibt es rund um den ganzen See in unterschiedlichen preislichen Kategorien. Kurzfristig war über die Feiertage natürlich nicht überall mehr etwas zu haben, Meersburg und Wasserburg waren schon voll. Lindau hatte noch etliche freie Unterkünfte direkt auf der Insel.

Mit EasyJet ging es wieder von Berlin nach Basel, den Rest der Strecke wurde mit dem Auto zurückgelegt. Etwas verwirrend waren an der Österreichischen Grenze die Verhältnisse mit der Straßengebühren. Für das kurze Stück bis zur deutschen Staatsgrenze war ein sogenanntes "Korridorticked" nötig, das bis zum Übergang bei Hörbranz gültig war. Doch das war vorher nicht wirklich klar und musste erst an der Tankstelle erfragt werden. Hier kann also jeder sehr schnell mal unbewusst zum Schwarzfahrer werden.

Am Karfreitag waren die Straßen voll. Zwischen dem Grenzübergang Schweiz bis hinter Bregenz ging es nur im Schritttempo voran und auch in Lindau war verkehrstechnisch keine Besserung in Sicht. Das schöne Wetter lockte Menschenmassen auf die Insel Lindau, für die es mit ihren Autos natürlich keine Parkplätze mehr gab. Ohne Parkkarte vom Hotel Brugger, wäre ein Abstellen des Wagens in der Nähe der Insel nicht möglich gewesen.

Schier unendlich strömten die Menschenmassen auf die nur 1300 Meter breite und 666 Meter lange Insel. Die Folgen waren überfüllte gastronomische Einrichtungen - unmöglich einen Platz im freien zu ergattern. Die Insel Lindau ist so klein, das sie an einen Nachmittag bequem erkundet werden kann. Trotz der Übersichtlichkeit gibt es architektonisch eine Menge zu sehen. Über mehrere Jahrhunderte erstrecken sich die altertümlichen Gebäude in den engen Gassen. Postkartenfeeling gab es am Hafen von Lindau. Hier ankert dann auch die High Society mit ihren millionenschweren Jachten. Am zweiten Tag ging es in 22 Minuten mit der Bodenseefähre nach Bregenz. Leider hatte die Stadt Bregenz nicht sonderlich viel zu bieten. Einmal den Berg rauf und runter, hier und da ein paar Fotos, dass war es dann auch schon. Am Hafen wurde sehr viel gebaut, nach Fertigstellung ist die Promenade sicherlich auch viel schöner. Zum Glück spielte das Wetter mit, auf dem Schiff zurück nach Lindau gab es allerhand verbrannte Touristen-Gesichter zu bewundern. Teilweise so rot wie Pavianärsche.

Richtungswechsel am Ostersonntag, mit der Deutschen Bahn Richtung Norden. Der Hauptbahnhof von Lindau ist direkt auf der Insel und überraschend geräumig. Die Fahrt nach Wasserburg mit dem Regionalexpress dauerte 10 Minuten. Wasserburg entpuppte sich aber leider als Enttäuschung. Ein kleiner Hafen, ein kleines Wasserschloss, das war eigentlich schon alles. Ansonsten war dort aber rein gar nichts los. Um den angebrochenen Tag nicht wieder in Lindau zu verbringen, ging es weiter nach Friedrichshafen. Die zweitgrößte Stadt am Bodensee hatte aufgrund der großen Zerstörung im zweiten Weltkrieg kaum noch historische Bausubstanz zu bieten. Die Uferpromenade bis zur Schlosskirche war aufgrund der imposanten Bepflanzung aber trotzdem sehr schön. Das Schloss und der dazugehörige Garten waren leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Immerhin war die nach dem Krieg wieder aufgebaute schöne Kirche für Besucher geöffnet. Gegen Abend ging es wieder zurück nach Lindau und früh morgens über Österreich wieder zurück in die Schweiz.

Fazit: Ein schönes Osterwochenende an dem wohl schönsten See Deutschlands und in einer der schönsten Kleinstädte am Bodensee. Hier würde ich jederzeit wieder für ein paar Tage hinfahren.

Weitere Reiseberichte aus Deutschland und Europa unter diesen Link.

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Im Jahre 1994 war ich zum letzten Mal in München. Damals gab es noch ein großes Veranstaltungszentrum auf den alten Flughafen München Riem. Da ich außer dem Veranstaltungsort nichts weiter von München gesehen habe, wollte ich dies dann einmal nachholen. Der Lufthansaflug von Tegel war super pünktlich, die Maschine (Airbus 320-200) nur halb belegt. Den größten Teil machte eine Teenager Reisegruppe aus Kanada aus, die über München wieder nach Hause wollte.

Der schicke neue Flughafen „Franz-Josef-Strauß“ war schon beeindruckend. Deutschlands zweitgrößter Flughafen, wer hätte das gedacht? Leider hat er einen ganz extremen Nachteil: Die Entfernung zur Stadt München. Satte 45 Minuten mit der S-Bahn für einen stolzen Preis von 8,90 Euro.

Der Hauptbahnhof von München war ein Schock. Hässlich, im Scharm der 70er Jahre und von außen überhaupt nicht als Bahnhof zu erkennen. Drumherum merkwürdiges Klientel, Ramschläden und fast alles fest in türkischer Hand. Peinlich, gilt doch München über die Tore Hinaus gerade bei uns im Norden oder Osten als so schick, Trendy bis hin zu versnobt.

Das Arthotel Munich war zu meinem Entsetzen unweit des Bahnhofs, machte aber auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Durch die frühe Anreise war das Zimmer im Arthotel Munich noch nicht fertig. Also Koffer abgelegt und schon mal losgezogen - Richtung den verwaisten Theresienwiesen. Eine 2 qm  große Fläche. Kaum zu glauben, dass hier im Oktober alles voller Bierzelte steht und Millionen von Menschen aus aller Welt sich hemmungslos besaufen. Apropos saufen: An diesen sonnigen, mit 10 Grad doch noch recht kaltem Tag, waren Stühle und Bänke an allen Schenken im Freien gut gefüllt. Die Bayern sind hart in nehmen und das alles ohne Heizpilze. Mich zog es aber erst einmal ins Innere, auf ein paar Bier im Pschorr am Viktualienmarkt und anschließend in dem weltberühmten „Hofbräuhaus“. Da waren sie also, die legendären Stammtische und die Frauen mit Monstermöpsen die 20 Maß gleichzeitig durch die Gegend schleppen können. Im Hintergrund eine Bayrische Kapelle, an den Tischen hunderte Touristen die scheinbar ihr „Maß“ nach einem Maß schon maßlos überschritten hatten. Einmal sollte aber jeder mal den Spaß mitmachen. Also den Liter Bier herunter pumpen und dazu ein Wiener Schnitzel. Die Portion war im übrigen sehr "überschaubar", schmecke aber wahnsinnig gut.

Nächste Station Altstadt. Unter einer Altstadt verstehe ich allerdings etwas anderes. Leider ist von der Münchener Altstadt - wie in vielen großen Städten - nicht mehr viel zu sehen. Hier und da noch die eine oder andere Kirche und hübsche Fassade, dass war’s dann aber auch schon. Auch in diesem Punkt hatte ich mir etwas mehr von der Bayrischen Landeshauptstadt versprochen. Überhaupt wirkte alles recht klein. Im Vergleich zu Hamburg hat München doch eher die Ausstrahlung wie Hannover. Wo die richtig tollen Ecken sind wissen eben nur Insider. Die Massen an Touristen waren aber sehr verwunderlich. Japaner, Amerikaner und was weiß ich nicht noch. Dabei gibt es doch nicht wirklich etwas Außergewöhnliches zu sehen – ausser eben die wirklich guten Lokale. Sehr zu empfehlen ist das „Bratwurstherzle“  hinter dem Viktualienmarkt. Gutes Bier, super Essen, angerichtet über den offenen Feuer. Lokale solcher Art sind in anderen Städten kaum zu finden. Der Trend geht ja eher Richtung steril und „In“ als Richtung rustikal.

In weiser Voraussicht waren im Gepäck nur leichte Klamotten. Und welch ein Glück, blauer Himmel bei fast 20 Grad am zweiten Tag. Die erste Tour führte Richtung Norden über Odeonplatz und Residenz in den Englischen Garten. Welch ein Andrang. Scheinbar hält sich halb München bei schönem Wetter in der weitläufigen Anlage auf. Der Stopp am „Chinesischen Turm“ war dann etwas länger als geplant. Der Ausflug in den Olympia-Park viel deswegen flach da ja auch noch die Rückreise anstand.

Fazit: Ein kurzes aber interessantes Wochenende in der südlichsten Millionenstadt unserer Republik. Von der Stadt München hatte ich mir etwas mehr versprochen. Allerdings habe ich ja auch in der kurzen Zeit nicht wirklich viel gesehen. Aber besser wenig als gar nichts. Eine Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Hier noch ein Testbericht vom Arthotel Munich.

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