Contact

mail@gemini-theme.com
+ 001 0231 123 32

Follow

Info

All demo content is for sample purposes only, intended to represent a live site. Please use the RocketLauncher to install an equivalent of the demo, all images will be replaced with sample images.

EasyCookieInfo

Aachen, die Stadt im Dreiländereck Niederlande/Belgien/Deutschland ist bundesweit eigentlich eher durch die kirchlichen Institutionen bekannt. Doch auch wer nichts mit solchen Vereinen zu tun hat, eine Reise in die westlichste Großstadt der Republik ist schon lohnenswert. Auf den ersten Blick ist die Stadt Aachen mittelalterlich geprägt. Allerdings sind auch in dieser Stadt die Kriegsspuren leicht zu erkennen. Lücken wurden, wie in vielen Städten der Republik, mit Bausünden gefüllt. Trotzdem wurde in Aachen sehr großen Wert auf die Tradition und den vielen Sagen gelegt. Überall befinden sich deshalb Figuren oder Denkmäler die sich zwischen Teufel und Kirche bewegen. Der berühmte Dom mit seinen Relikten und dem Barbarossaleuchter, ist für alle kostenlos zu besichtigen. Man bedenke: In Berlin gibt es nur nach Zahlung von 5 Euro Zutritt zum Gotteshaus gegenüber den ehemaligen Palast der Republik (Mittlerweile abgerissen). Eigentlich ein Skandal. Von innen wirkt der Aachener Dom bombastisch. Viel Glanz und Glamour in Gold. Viele Touristen die sich diese Einrichtung digital auf einer Speicherkarte ablichten. Nahe des Aachener Doms gibt es dann noch den berühmten Elisenbrunnen, in dem ununterbrochen warmes, nach faulen Eiern riechendes Wasser in Becken fließt. Dieses Wasser ist für alle öffentlich zugänglich und ist offiziell eigentlich auch kein Trinkwasser. Einige Aachener Bürger sehen dies aber etwas anders und füllen das Quellwasser in Behälter ab. Nahe dem Stadtzentrum befindet sich der Lousberg. Ein Erholungsgebiet für alle gestressten Einwohner mit einem imposanten Ausblick über die gesamte Stadt. Wer schwindelfrei ist, kann den Weg auf den Drehturm Belvedere wagen. Das Betreten der Aussichtsplattform, dessen Weg dorthin durch ein Café führt, ist kostenlos.

Fazit: Auch wenn vielleicht ein halber Tag für Aachen etwas kurz ist, so lohnt sich ein besuch dieser Stadt definitiv. Vergleichbar ist Aachen mit der Stadt Braunschweig in Niedersachsen, die in vielen ihrer historischen Gebäude Aachen sehr ähnlich ist und auch in etwa die gleiche Einwohnerzahl besitzt.

Kommentar (0) Aufrufe: 3004

Auch wenn dieser 20. Jahrestag zur deutschen Einheit mal wieder recht arbeitgeberfreundlich gefallen ist, so konnte der Tag bei herbstlichen Sonnenwetter für eine kleine Bildungsreise in Sachen Deutsche Einheit genutzt werden. Wo war eigentlich die Mauer? Auch Berlin-Wedding grenzte direkt an der ehemaligen DDR. Mauer und Grenzübergänge sind heute verschwunden. Alles was an die deutsche Teilung erinnerte sollte nach der Wende einfach nur schnell verschwinden. Im Nachhinein war dies natürlich ein Fehler. Die Übergänge in den Osten der Stadt sind in Berlin-Wedding heute auch optisch fließend, so dass es immer schwieriger wird, die Stellen zu finden, die mit Mauer, Stacheldraht und Selbstschussanlagen ausgestattet waren.  

Wenn es plötzlich unpassende leere Flächen in einer bebauten Umgebung gibt, ist dies meistens ein Anzeichen von Überresten der ehemaligen Grenze. Schon immer habe ich mich über die große Lücke an der Ecke Chausseestraße/Liesenstraße gewundert, wo es zwischen Häusern einfach plötzlich nur Wildwuchs gab. Hier lag die Vermutung eines ehemaligen Todesstreifens bzw. Grenzübergang nahe. Grund genug, sich das Gelände einmal näher anzuschauen. Und Tatsächlich, auch wenn auf dem Gelände mittlerweile eine Tankstelle steht, am angrenzenden Friedhof ist noch ein gut erhaltenes Stück einer Hinterland Mauer zu erkennen. Beim betreten des Friedhofs fallen sofort die großen Grünflächen auf. Erst ca. 50 Meter weiter hinten fangen vereinzelte Grabreihen an. Nicht mehr vorzustellen das sich auf den Grünflächen einmal der Todesstreifen befand. Hier wurde beim Mauerbau einfach ein Teil des Friedhofes platt gemacht. Auch in der Mitte des St.-Hedwig-Friedhofs befindet sich noch ein weiteres Stück Hinterland Mauer. Das was von dem St.-Hedwig-Friedhof übriggeblieben ist, ist wirklich einzigartig. Teilweise sind die Grabsteine in die angrenzenden Häuser eingelassen. Auch etwas, was es nicht oft zu sehen gibt.

Am Ende der Liesenstraße, kurz vor der teils verfallenen alten Liesenbrücke, ist noch einmal ein kurzes Stück der vorderen Mauer zu sehen. Ein größerer Teil des Todesstreifens und der ehemaligen Grenzanlagen ist dann quasi um die Ecke zu bewundern. Entlang der Gartenstraße bilden die alten Friedhofsmauern die ehemalige Grenze. Über eine Rampe ist der Zutritt auf das Gelände, auf dem sich in 20 Jahren die Natur mittlerweile wieder einen großen Teil zurückerobert hat, möglich. Auf den ehemaligen Todesstreifen der sich bis zum Nordbahnhof hinzieht, gibt es nun Beachvolleyballfelder und Spielplätze. Doch an der Schwarzkopfstraße, kurz nach dem Eingang, da finden sich noch zugewachsen Mauerreste mit Schranken. Gegenüber von einem neuen Wohnkomplex. Ein etwas komischer Anblick. Aber sicherlich werden auch diese verwilderten Reste bald dem Baukran zum Opfer fallen.

Fazit: Es ist immer noch spannend auf die Suche nach einer vergangenen Zeit zu gehen, an den man sich selbst noch zu gut erinnern kann. Doch mit der Zeit wird es immer weniger zu entdecken geben, in diesem Punkt sollte sich jeder Geschichtsinteressierte beeilen.

Kommentar (0) Aufrufe: 2990

Nächste Tour