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Kulmbach ist überregional bekannt für seine Braukunst. Das es mich in die knapp 26.000 Einwohner zählende Kleinstadt einmal verschlägt, hätte ich wohl auch nicht für möglich gehalten. Vielleicht hat mich bisher auch die strapaziöse Anreise immer gehindert. Von Berlin aus mit der Bahn nach Bayern zu fahren ist eine große Katastrophe. Auch 22 Jahre nach der deutschen Einheit hört die Hochgeschwindigkeit am Leipziger Hauptbahnhof auf. Von dort an geht es im Schneckentempo mit einem Zug, der für Geschwindigkeiten mit weit über 300 k/mh ausgelegt ist, durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für eine Strecke von gerade einmal 360 Kilometer benötigt der ICE satte 4 Stunden. Eine Frechheit, denn es wird der gleiche Fahrpreis abkassiert. Man bedenke: Hannover – Berlin werden in 1,5 Stunden bewältigt. Da entschädigt auch die schöne Fahrt durch den Thüringer Wald nur wenig, wenn einem am Ende der Arsch vom Sitzen wehtut und zum Ganzen auch noch 20 Minuten Verspätung addiert werden müssen. Für Reisen ins Frankenland von Berlin aus empfiehlt sich dann doch eher das Auto.

Doch zurück zu Kulmbach in Oberfranken. Das kleine bayrische Nest, nahe der ehemaligen Zonengrenze, ist überregional trotzdem vielen ein Begriff. Natürlich wird die Stadt immer wieder mit den berühmten Bieren in Verbindung gebracht. Auch Thomas Gottschalk ist ein Sohn dieser Stadt und präsentierte zusammen mit Iris Berben, Senta Berger oder Günther Jauch in den 90er Jahren an Wochenenden im TV „Die lange Kulmbacher Filmnacht“.
I

n der letzten Juniwoche 2012 gab es auch schon die ersten Vorbereitungen für die Kulmbacher Bierwoche, das jährlich Anfang Juli in der Innenstadt beginnt. Neun Tage lang gibt ein großes Programm. Hierfür wurde auch ein spezielles Festbier, das etwas stärker ist und nicht unbedingt jedem schmecken wird, gebraut. Die Stadt Kulmbach an sich ist schnell erkundet. Der alte Stadtkern unterhalb der großen Plassenburg ist recht übersichtlich und besticht durch seine zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Das Highlight dieser Stadt ist natürlich die auf 200 Metern über der Stadt ragende Plassenburg. Für diese Burganlage lohnt sich ein Stopp in Kulmbach auf jeden Fall. Der Aufstieg ist in ca. 15 Minuten zu Fuß geschafft. Für Lauffaule gibt es aber auch den sogenannten „Plassenburg Express“, der den Besucher direkt aus der Stadt in den unteren Burgfried befördert. Die Anlage hat eine Geschichte die im 12. Jahrhundert beginnt. Bis ins 16. Jahrhundert wurde die Burganlage immer wieder überbaut, so das heute verschiedene architektonische Epochen zu bewundern sind. Die gesamte Burg ist in einen bemerkenswerten guten Zustand. In der Burg befinden sich heute gastronomische Einrichtungen und ein Museum. Vor Jahren gab es in der gesamten Anlage jährlich noch ein mittelalterliches Fest, dessen Betrieb aber irgendwann von Staate Bayern untersagt wurde. Es ist also möglich einen interessanten und langen Nachmittag auf der Plassenburg zu verbringen. Zum Abstieg empfiehlt sich ein Nebenweg, der über viele schöne verwinkelte Gassen in die Stadt führt. Kulmbach ist noch nicht eines der typischen bayrischen Städte. Hier legen die Einwohner aber auch noch großen Wert als Franken bezeichnet zu werden. Auch wenn das Ortschild von Kulmbach die Gäste noch mit einem herzlichen bayrischen „Grüß Gott“ willkommen heißt.

Fazit: Wer einmal in der Nähe verweilt oder an Kulmbach vorbeikommt, der sollte ruhig einmal sich ein paar Minuten für die kleine Stadt nehmen. Für einen kompletten Tag, bietet die Stadt allerdings etwas zu wenig – es sein denn, man interessiert sich für das große Bierfest und eventuell einer Brauereibesichtigung.


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