Reisebericht Leipzig 2010

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Irgendwie komisch. Das 4. Mal in Leipzig aber noch nie einen Bericht verfasst. Woran mag das wohl liegen? Wahrscheinlich daran, dass die bisherigen Aufenthalte immer recht kurz waren. Immerhin hat Leipzig mehr zu bieten als nur das, was sich innerhalb des Innenstadtringes befindet. Im Dezember 2005 besuchte ich Leipzig zum ersten Mal. Ich war damals von der Stadt schon recht beeindruckt.. Besonders der gigantische Hauptbahnhof und die aufwendig sanierte Innenstadt hatten es mir angetan. Die Bilder, die ich noch aus DDR-Zeiten kannte, haben sich eigentlich nirgends wieder gefunden. Es war deutlich zu sehen, dass in diese Stadt sehr viel Geld geflossen ist. Jetzt nach 5 Jahren, sind aus der Innenstadt auch die letzten Plattenbauten verschwunden. Der monströse Komplex, der gegenüber dem Hauptbahnhof und  Marriott-Hotel stand, ist nun auch verschwunden. Hier klafft jetzt eine große Lücke. Zu vernichten oder zu sanieren gibt es jetzt in der Innenstadt nur noch wenig. Allenfalls das alte Pressehaus besitzt noch den Charme der DDR Zeit. Leider war es im Februar so fürchterlich kalt, dass es draußen nicht lange auszuhalten war. Dadurch wurde der Samstag dann doch eher zum Shopping und umfunktioniert, denn in Berlin kommt man eigentlich selten dazu. Die kompakte Innenstadt mit den vielen Geschäften die bis spät Abends auch noch geöffnet hatten, lud quasi dazu ein. Nach dem Schnitzel in der Sportbar wurde der Abend in der Mephisto Bar abgeschlossen. Auch wenn die Bar als eines der touristischen Highlights in Leipzig gilt, waren die Gäste doch eher einheimisch. Der nächste Tag begann erst zum Mittag und führte über den Stadtring von Leipzig in die zur Wendezeit so berühmte Nikolaikirche. Kaum zu glauben, dass sich hier in der doch recht übersichtlichen Kathedrale vor 20 Jahren tausende von Menschen versammelten. Heute erinnert nur noch wenig an die turbulenten revolutionären Zeiten. Man muss schon etwas schauen, um Identifikationsmerkmale zu finden. Mit einem Stopp bei McDonalds ging es weiter über den Ring von Leipzig durch die Stadt. Dort fand an diesem Sonntag ein Karnevalsumzug statt, der von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Gegenüber anderen im Lande stattfindenden Karnevalszügen, war der von Leipzig sicherlich der Kleinste. Nachdem es dann endgültig dunkel war, blieb nur noch der Hauptbahnhof von Leipzig als letzte Station. Hier eine kleine Überraschung, denn dort hatten alle Geschäfte am Sonntag geöffnet. In der tollen Bar, die sich in der Mitte der Halle befand, ist heute leider nur noch ein Zeitschriftenladen mit integriertem Café zu finden.

Fazit: Wieder ein schönes Wochenende in Leipzig. Leider auch dies mal eigentlich von der Stadt viel zu wenig gesehen. Vorwiegend lag dies auch an den Temperaturen die außerhalb herrschten. Ein erneuter Besuch ist nicht ausgeschlossen. Immer gerne wieder.

Weitere Reiseberichte aus unserer Deutschen Republik und Europa unter diesem Link.

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Kommentare

Mansour gefällt ein Kommentar bei Kotte & Zeller - Eine unendliche Bestellung
Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
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Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
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Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
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Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
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