Contact

mail@gemini-theme.com
+ 001 0231 123 32

Follow

Info

All demo content is for sample purposes only, intended to represent a live site. Please use the RocketLauncher to install an equivalent of the demo, all images will be replaced with sample images.

Aufgefallen ist mir das Gebäude schon vor zwei Jahren, das verlassene und verfallene Fabrikgelände an der Josef-Orlopp Straße in Berlin Lichtenberg, unweit der ehemaligen Stasi Zentrale der DDR. Betreten ließ sich das verfallene Areal damals allerdings nicht so einfach. Grund genug, ein paar Jahre später mit Fotogenehmigung das Ganze noch einmal legal anzugehen. 


Bei dem alten Fabrikgelände, dessen ehemalige Funktion mir damals nicht klar war, handelt es sich um die alte Fleischfabrik der Konsum-Genossenschaft Berlin. Diese wurde 1994 geschlossen und ist seit dieser Zeit dem Verfall ausgesetzt. Vieles wurde in dem Gebäude herausgeschafft und verscherbelt, einiges blieb zurück. Akten, Arbeitskleidung und originale DDR - Möbel sind aber immer noch zu finden. Mittlerweile wird das Gelände sehr gerne für Musikvideos oder auch für spezielle Hardcore-Produktionen genutzt. In erster Linie dient es aber eher Profi- und Hobbyfotografen als Kulisse. 


Was mit dem Areal in Zukunft konkret geschehen wird, ist aber nicht sicher. Das Gelände ist riesengroß. Neben der Fleischfabrik gibt es noch das Backwarenkombinat und das Kesselhaus zu erkunden. Im Keller befindet sich noch eine alte Kegelbahn, die von den Mitarbeitern der Fleischfabrik eigenhändig betrieben wurde. Der Zustand dieses Vergnügungsraumes der Angestellten ist eigentlich noch so wie er damals verlassen wurde. Der Keller der alten Fleischfabrik ist allerdings ohne Leuchtmittel nicht zu betreten. Aufnahmen können unter den Bedingungen nur mit Hilfe von mitgebrachten Lichtmitteln gemacht werden, da die alte Fleischfabrik nicht mehr an das Berliner Stromnetz angeschlossen ist. 


Im Laufe der Jahre haben auch viele sogenannte "Streetart" Künstler dem Gebäude ihren Stempel aufgedrückt. Über die Qualität dieser Hinterlassenschaften lässt sich sicherlich streiten. An einem Nachmittag ist die alte Fleischfabrik der Konsum-Genossenschaft Berlin eigentlich nicht wirklich zu erkunden. Über die 4 Stockwerke verteilt gibt es sehr viel zu sehen, eine echte Zeitreise in die Vergangenheit, die allerdings nicht ganz ungefährlich ist (instabile Treppen, Löcher im Boden). Die alte Fleischfabrik der Konsum-Genossenschaft Berlin ist ein Ausflug wirklich wert und ist ein besonderer Lost Place in Berlin. Am besten besuchen so lange es ihn noch so gibt.

Nachtrag 2016: Die Fleischfabrik wird zu Luxuswohnungen umgebaut und ist demnach Geschichte.

Kommentar (0) Aufrufe: 7675

Es wurde mal wieder Zeit für eine Berlin Krass Tour. Dafür ging es erneut in den tiefsten Osten der Stadt Berlin. Köpenick, bekannt durch den Hauptmann und dem schönen Müggelsee, hat allerhand verlassenes zu bieten. Das Gefängnis Köpenick, auch bekannt unter den Namen Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche Juni 1933“, ist ein wahrhaftig gruseliger Ort. Am 01.12.1901 wurde der preußische Gefängnisbau nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Berüchtigt und gefürchtet wurde dieser Ort, als ihn 1933 die SA übernahm um dort ihre Gegner zu demütigen, zu foltern und auch umzubringen. Vorwiegend geschah dies in der sogenannten "Blutwoche" 21. bis 26. Juni 1933. Nach dem Krieg wurde das Gefängnis weiter betrieben, jedoch später von der DDR für das Fernsehen zweckentfremdet. Seit den 80er Jahren hat das Gebäude keine Funktion mehr und dient seitdem als reine Gedenkstädte.





Das Gefängnis ist zwischen Häusern gut versteckt und so schnell gar nicht zu erkennen. Es ist von Zäunen geschützt und nicht ohne Genehmigung zu begehen. Der Erhalt des Gebäudes ist erstaunlich. Hier ist wirklich die Zeit stehen geblieben. Betreten lässt sich das Gefängnis Köpenick durch den Keller oder durch den Haupteingang. Der Keller ist extrem Dunkel und ohne Taschenlampe kaum zu erkunden. Der Heizungsraum ist mit einer Heizungsanlage versehen die offensichtlich noch aus den 40er Jahren stammt. Schaufel und Feger für die Kohlen stehen noch daneben und warten auf die Benutzung. Insgesamt wirkt der Heizungsraum wie einer der Kesselräume der Titanic. Etwas weiter ein Abort der aber eher so aussieht, als sei er zu DDR-Zeiten noch nachgerüstet wurden. Im Keller befindet sich auch das sogenannte "Loch". Eine extrem kleine Zelle ohne Lichteinfall. Nicht auszudenken, dass hier tatsächlich Menschen eingesperrt wurden.

Einige Räume sind durch die auf Erdhöhe befindlichen Fenster gut zu betreten. Die Treppe hoch in das 1. Obergeschoss sieht schon eher nach Gefängnis aus. Alles wirkt kleiner und gedrungener, weit weg von den Vorstellungen US-amerikanischen Gefängnissen aus den 40er Jahren, die einen so aus diversen Filmen in Erinnerung geblieben sind. Zelle neben Zelle. Mal für eine oder mal für mehrere Personen ausgelegt. Pritschen aus schweren Holz an der Wand die hochklappbar sind. Das Gefängnis des Amtsgerichtes Köpenick wirkt so, als könne es sofort wieder eröffnet werden. An der Wand Inschriften ehemaliger Häftlinge und altertümliche Technik die von Decke und Wand baumelt. Gitter, alte Holztreppen über drei Stockwerke symmetrisch der gleiche Aufbau. Im obersten Stockwerk sorgt ein verglastes Dach für einen unheimlichen Lichteinfall über alle Stockwerke. Das verlassene Gefängnis des Amtsgerichtes Köpenick ist eine Top Adresse für alle Urban Exploration Freaks.

Kommentar (0) Aufrufe: 6711

Nächste Tour