Corona und Turkish Airlines

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hampton by hilton

Seit Wochen setzt nun der Virus mit dem lustigen Biernamen die ganze Welt in Angst und Schrecken. Und auch als der Keim das Land ohne Grenzen für alle auf der Welt erreichte, – wir schaffen das! Doch wiederholt zeigt sich, dass wir das wohl offensichtlich nicht schaffen. Erst nach fast 3000 Infektionsfällen sah sich die Gottkanzlerin gezwungen, die Reißleine zu ziehen. Selbstverständlich auf Kosten aller. Das wochenlange Nichtstun und Abtauchen der Bundesregierung hatte Konsequenzen. Fluggesellschaften, die aus Ländern kamen, die nur eine geringe Infektionsrate zu verzeichnen hatten, zogen sich vom Markt zurück – sicherlich in den meisten Fällen auf Anweisung von „ganz oben“. Somit traf es auch mich mit einem Flug nach Mombasa am 14.03.2020 mit Turkish Airlines. Einfach mal gestrichen, ohne jeglichen weiteren Kommentar. Auch auf der Seite der Abflüge vom Flughafen Tegel tauchte der Flug um 11:35 nach Istanbul nicht mehr auf. Als wäre er nie da gewesen, obwohl andere Flüge mit „gestrichen“ deklariert wurden, bzw. noch durchgeführt wurden. Nun, warum Turkish Airlines nur meinen Zubringerflug nach Istanbul strich, wohlwissend das ich dadurch egal was ich machte, keine Chance habe mehr den Anschlussflug nach Mombasa zu bekommen, ist ja offensichtlich: Schadensersatzansprüche so klein wie möglich zu halten und mit höherer Gewalt alles abzuschmettern. Nur höhere Gewalt ist es in dem Fall nicht. Keine wetterbedingten Umstände, kein geplanter Terror Akt, keine Reisewarnmeldung, kein geschlossener Flughafen, kein Notfall, kein Einreiseverbot oder sonst irgendetwas. Die Webseite von Turkish Airlines war nicht zu erreichen, ebenfalls war auch die Hotline komplett abgeschaltet. Zugegeben, mir ist jetzt auch noch nicht klar, was ich in diesem Fall machen kann. Fest steht, gefallen lassen tue ich mir so ein Verhalten nicht. Bei allem Verständnis für die Situation, den Vertrag nicht erfüllen und dann komplett abtauchen wohlwissend, die Kohle abgegriffen zu haben ist echt eine Sauerei. Visa, Flug und Unterkunft – all das beläuft sich auf Kosten von über 1100 Euro - die gerade mal so flöten gegangen sind. Für viele vielleicht Peanuts, für mich nicht. Die nächste Baustelle von vielen die momentan im Leben bestehen. Es bleibt spannend.

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Kommentare

Mansour gefällt ein Kommentar bei Kotte & Zeller - Eine unendliche Bestellung
Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
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Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
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Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
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Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
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