Berlin-Tegel - Greewichpromenade und Borsigwerke

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Hoch im Norden zieht sich Berlin-Tegel bis an die Grenze Brandenburgs. Der Ortsteil wird von ca. 20 % Wasser durchzogen. An der Endstation der U6 führt die Straße Alt-Tegel, vorbei an dem historischen Dorfanger, direkt zum Tegeler See. Dort verläuft die Greenwichpromenade von der Tegeler Hafenbrücke bis zum Borsigdamm. Von der Greewichpromenade aus bieten zahlreiche Reedereien Rundfahrten bis in das Zentrum Berlins und in das nahe gelegene Brandenburg an. Auch ist die Promenade idealer Startpunkt für Wanderungen in den Tegeler Forst. Zahlreiche Restaurants und Kneipen machen den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Greenwichpromenade ist das Touristen-Highlight in dem Bezirk Reinickendorf. Jedoch bleibt es bis heute bei einheimischen Tourismus. Eine Flutung mit ausländischen Besuchern, die Ortsteile wie Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Mitte belagern, ist hier nicht festzustellen. Bei schönem Wetter ist es zwar voll, aber trotzdem sehr entspannt. Über den Hafen verläuft die unter Denkmalschutz stehende Tegeler Hafenbrücke. Sie ist eine 1908 fertiggestellte Fachwerkbogenbrücke und ist wegen ihrer Architektur immer wieder beliebte Filmkulisse. Von der Brücke aus gibt es eine gute Aussicht in den Tegeler Hafen, wo auch die gut betuchten Einwohner der Stadt ihre Häuser mit Boot und privater Anlegestelle hochgezogen haben. Kurz hinter dem südlichen Ende der Greenwichpromenade befinden sich die Überreste des Borsigwerkes, die heute in einem Kinopalast und einem Einkaufszentrum umgewandelt wurden. Einst war es Europas größtes Werk für Dampflokomotiven, 1837 von August Borsig gegründet. Im Krieg wurde das Werk mit eigenem Hafen stark beschädigt. Übrig geblieben sind im Original nur wenige Gebäude. Der beeindruckendste Rest des Werkes ist der Borsigturm. Er wurde im Jahre 1925 im Stil der Berliner Moderne eröffnet und gilt als erstes Hochhaus der Stadt. Turm und Überreste des Werkes stehen heute unter Denkmalschutz.

bvg alt tegel

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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