Reisen nach dem Todesvirus und vor der Affenpocken-Pandemie

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Nun ist es schon 2 Jahre her, dass ich Deutschland nicht mehr verlassen konnte. Nicht weil es überhaupt nicht möglich war, sondern eher, weil ich es mir beruflich schlicht und ergreifend bei all den Auflagen bezüglich des Grippevirus im In- und Ausland nicht leisten konnte. Alleine die Vorstellung, stundenlang mit einem Maulkorb in einem Flieger zu sitzen, verursachte bei mir Hautausschlag. Tests vor Abflug oder bei Ankunft können auch mal ganz schnell falsch positiv ausfallen. Quarantäne am Reiseziel? Ich kann mir nichts Besseres vorstellen. Ein Land dreht plötzlich an der Fake-Virus-Panikschraube und schwups: Gestrandet im Paradies. Rückkehr unmöglich, Arbeitsplatz futsch. Nun scheint der ganze Wahnsinn allmählich abzuflachen und es lohnt sich mal wieder Reisepläne zu checken. Eines fällt schnell auf: Der Umgang mit dem Todesvirus, der die halbe Weltbevölkerung in den letzten zwei Jahren dahinraffte, ist dabei völlig unterschiedlich. Während Kroatien sämtliche Einreiseauflagen bezüglich der schlimmsten Pandemie aller Menschheitszeiten aufgehoben hat, tun sich viele Länder immer noch schwer. Zumindest ein teuerer PCR-Test ist meistens gefordert. Nicht das dies nur die Reisekasse belastet, es ist auch eine andere Absicherung notwendig, denn natürlich erstatten einen Veranstalter oder Fluggesellschaften im Falle eines positiven Testergebnisses die Reise nicht. Versicherungen haben schnell aufgerüstet und lassen sich diesen besonderen Service fürstlich vergüten. Für den Sommer 2022 habe ich zwei Reiseziele im Auge: Kenia (wegen der Tiere) oder Ägypten (zum Tauchen). Während Ägypten als Eintrittsvoraussetzung nur einen negativen PCR-Test plus das Klebevisum (25 $) verlangt, wird es in Kenia ganz kurios. Auch hier wird ein negativer PCR-Test bei Einreise verlangt, dazu noch eine elektronische Gesundheitsauskunft, das übliche Abzock-EVisum für Kenia (50 $). Und jetzt kommts: ein Covid Schnelltest für 30 $ bei Ankunft am Flughafen. Fällt dieser Test positiv aus, noch mal ein PCR-Test (50 $) und bei erneutem positiven Test (50 $) muss der Urlaub in der Unterkunft verbracht werden. Ich dachte, in Deutschland sind sie alle schon wahnsinnig, was aber in Afrika abgeht, liegt auf der Hand: Es ist nicht der Todesvirus, es ist die reine Profitgier. Noch einfacher lässt es sich nicht abzocken, denn im Fokus steht nicht wirklich der Schutz der eigenen Bevölkerung (die zu 90 % noch nicht einmal geimpft ist) sondern die Füllung der Staatskasse mit einer Begründung. Ich trage sie nicht mit und muss dieses Reiseziel leider aus meiner Planung weiterhin streichen, solange sich nichts ändert. Doch zu dem Reisen ansich. Was hat sich in den letzten 2 Jahren geändert? Nun, augenscheinlich sind die Preise weitestgehend stabil geblieben. Es ist aber noch lange nichts so, wie es war. Viele Fluggesellschaften haben alle Destinationen noch lange nicht wieder hochgefahren. Momentan fliegt nur Lufthansa Mombasa an, erst ab September bietet Turkish wieder eine Verbindung nach Kenia. Die Preise sind so weit stabil und wie vor ein paar Jahren auch. Auch die Unterkünfte haben keine nennenswerten Preiserhöhungen durchgeführt. Wie ist das pauschal in Ägypten? Nun. Mein letzter Besuch in Ägypten ist auch schon wieder 8 Jahre her. Da bekam ich das bei Deutschen so beliebte "Grand Hotel" für 550 € All Inclusive. Für diesen Preis ist heute natürlich nichts mehr zu bekommen. Das Grand Hotel gibt es heute immer noch. Jedoch für die gleiche Leistung für exakt das Doppelte. Wobei der Flug mit 360 Euro zu Buche schlägt und mit einer geschätzten Provision des Veranstalters mit 12 % (132€) sind pro Tag 43 Euro für das Hotel. Ist eigentlich okay. Werden die Bilder der Zimmer des Hotels jedoch studiert, ist offensichtlich, das sich die letzten 10 Jahre nichts am maroden Zustand geändert hat. In diesem Fall ist der Preis pro Tag viel zu hoch. Dazu kommen noch die wenigen Fluggesellschaften, die Hurghada noch anfliegen. Kostenloses Sportgepäck ist seit über 10 Jahre schon Vergangenheit. Aber jetzt wird auch teilweise das Handgepäck auf 5 kg und auch das Aufgabegepäck auf 15 kg reduziert was für einen 2-Wöchigen Aufenthalt natürlich an Gewicht viel zu wenig ist. Draufzahlungen müssen einkalkuliert werden. Reiseanbieter arbeiten mit billig Airlines zusammen, kommunizieren aber etwaige Mehrkosten auch nach Abschluss einer Pauschalreise nicht mehr. Das wird in Zukunft noch viel Ärger am Flughafen geben. Einreisebestimmungen für Ungespritzte ändern sich ständig. Grundsätzlich sollten sich jeder vor Reiseantritt über die Regeln, die am Reiseziel gelten bezüglich Corona erkundigen. Du fragst dich in welche Länder COVID-19 und Affenpocken Ungeimpfte derzeit reisen dürfen? Einen guten Überblick über die derzeitigen weltweiten wahnsinnigen SARS-CoV-2 Virus Regeln gibt auf der Seite kayak.de

https://www.kayak.de/reisebeschraenkungen?
Fazit: Noch immer wollen Länder Menschen in die Giftspritze zu drängen. Sie versuchen mit unverhältnismäßigen Maßnahmen Ungespritzten den Aufenthalt bzw. die Einreise so unangenehm wie möglich zu machen. Das längst erwiesen ist das die Giftnadel weder vor Erkrankung noch Weitergabe schützt, spielt dabei keine Rolle. Für gewisse Länder ist die schlimmste "Pandemie" aller Zeiten zu einem zusätzlichen Geschäftsmodell mutiert. Wie lange entsprechende Länder es sich leisten können auf 30-40 % der Einnahmen durch den Tourismus zu verzichten, lässt sich zum Glück ganz einfach aussitzen.

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Kommentare

Mansour gefällt ein Kommentar bei Kotte & Zeller - Eine unendliche Bestellung
Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
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Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
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Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
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Bernhard gefällt ein Kommentar bei Gefangen im eigenen Land
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
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