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Jeder kennt sie. Die bequemen Vergleichsportale wie Check24, Verivox, Trivago oder sonstiges. Anstatt 100-mal das Gleiche auf verschiedenen Seiten einzugeben, lockt die zeitsparende Datenbank. Alle Anbieter werben damit, nur geprüfte Anbieter für ihr jeweiliges Produkt auszuwählen. Doch ist das wirklich so? Nein. Die Qualitätsprüfung ist offensichtlich nicht immer sorgfältig. Bewusst oder kalkuliert? Als Vermittler sprechen sich die Vergleichsportale von allem frei, denn den Vertrag schließt ja jeder mit dem Anbieter - der wiederum einen Abolus an dem Vermittler bezahlt. Ein gutes Geschäft. Ein Fall bei TRIVAGO zeigt die Gefahr für die Verbraucher. Nach eigenen Angaben durchsucht TRIVAGO rund 250 Buchungsseiten. Darunter namenhafte Anbieter wie Expedia, Booking.com oder auch HRS. Aber auch kleinere und unbekannte Unternehmen hat TRIVAGO in seinem Angebot. Mehrere Jahre nutze ich TRIVAGO und habe bei allen Anbietern nur gute Erfahrungen gemacht die TRIVAGO vorgeschlagen hat. Damit hat sich natürlich ein gewisses Vertrauen aufgebaut. Aber es kann auch mal ganz anders laufen. Doch der Reihe nach.

Eine neue Reise stand an und wie immer wurde erst einmal die TRIVAGO-Maschine angeworfen. Nach Lettland sollte es gehen. Es gab zahlreiche gute Angebote. Ich buchte ein Hotel für zwei Nächte zu einen guten, wenn auch nicht extrem günstigen Preis. Die Buchung erfolgte über eine von TRIVAGO für mich zum ersten Mal angebotetende Webseite mit dem Namen HotelQuickly. Der Anbieter HotelQuickly verlangte zwar Vorauskasse, dass ist aber nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches und hatte bisher keine Nachteile gebracht. Meine Kreditkarte wurde nach einiger Zeit dementsprechend belastet. Da die Reise noch ein paar Monate in der Zukunft lag, war für mich die Sache erst einmal erledigt. 3 Wochen vor der Reise meldete sich das HotelQuickly bei mir und teilte mit, dass das von mir gebuchte Hotel in dem von mir gebuchten Zeitraum wegen einer anstehenden Renovierung nicht zu Verfügung steht, ich aber in das Schwesterhotel umgebucht werde, wenn ich dies wünsche. Für mich war das so okay und ich bestätigte die Umbuchung. Die Anreise in dem Hotel erfolgte. Man fand mich auch in dem Buchungssystem des Hotels, doch dann die Überraschung: Das Unternehmen HotelQuickly hatte meine Buchung drei Tage zuvor storniert. Meine Überraschung war groß, denn es gab keinen Grund zu stornieren. Bezahlt hatte ich ja schon (dummerweise). So stand ich erst einmal ohne Hotel da. Der Anbieter HotelQuickly war nicht zu erreichen. Nur mit einem motivierten Hotelangestellten des von mir eigentlich gebuchten Hotels, konnte doch noch ein Kontakt hergestellt werden. Leider ergab das gespräch kein Ergebnis. Es blieb mir nichts anders übrig, als noch einmal ein Hotel zu buchen und auch noch mal zu bezahlen. Zum Glück gab es noch genug freie Zimmer. Das hätte auch anders enden können. Bei TRIVAGO versuchte man zunächst den von mir gemeldeten Vorfall mit HotelQuickly zu relativieren. Ruderte dann aber schnell zurück und versprach sich um den Fall zu kümmern. Tatsächlich meldete man sich später und bestätigte Probleme mit dem Anbieter HotelQuickly. Das Unternehmen HotelQuickly hätte, so wörtlich:

Wir haben leider erfahren, dass Hotelquickly Lieferantenprobleme hatte.

Lieferprobleme? Äpfel, Birnen oder Bananen? Diese Antwort von TRIVAGO in Bezug zu Hotelquickly war doch mehr als merkwürdig. Eine kleine Recherche im Internet über den Anbieter Hotelquickly brachte dann doch recht schnell erschreckende Informationen. Seit dem 14. November 2018 gab es in diversen Foren und auf der Facebook-Seite massive Beschwerden über den Gleichen Vorfall, den ich erlebt habe:

hotelquickly

Bei näherer Betrachtung des Internetauftritts des (betrügerischen) Unternehmens fällt schnell die unprofessionelle Darstellung auf. Besonders die Facebook-Seite ist allarmierend: Immer schöne gekaufte Fotos mit potenziellen Reisezielen aber null Inhalt oder Kommunikation mit Kunden. So gibt sich kein wirklich seriöses oder wirklich existierendes Unternehmen. Mittlerweile sind unter den hübschen Stockfotos immer mehr massive Beschwerden zu lesen. TRIVAGO ist derzeit bemüht, den Fall aufzuklären. Davon verspreche ich mir aber nicht viel. Mein Fehler war, dass ich vorab das Unternehmen Hotelquickly nicht gecheckt habe. Ich hielt es, wegen der positiven Erfahrung mit TRIVAGO in der Vergangenheit, nicht für nötig. Denn Sie selbst bestätigen mir:

Ich kann Ihnen versichern, dass alle Buchungsseiten, die auf trivago zu finden sind, vorab gründlich auf Ihre Vertrauenswürdigkeit überprüft werden.

Nun, wie wir deutlich sehen, ist die gründliche Prüfung bei TRIVAGO wohl doch nicht so gründlich. Wahrscheinlich ist für TRIVAGO Pay-per-Click doch mehr verlockend als die Prüfung von Anbietern. Mein Geld kann ich wohl abschreiben. Ebenso die Mehrkosten der Doppelbuchung.

Fazit: Ich werde TRIVAGO sicherlich trotzdem noch einmal benutzen, allerdings bei Anbietern, mit denen ich noch keine Erfahrung habe, nicht der TRIVAGO Prüfung vertrauen, sondern selbst vorher recherchieren. Von irgendwelchen Vorauszahlungen werde ich ebenfalls abstand nehmen und nur noch im Hotel bezahlen. Ebenfalls werde ich wohl eher wieder auf die Großen der Branche setzen. Das ist schade, weil ich auch gerne kleinere, weniger bekannte Unternehmen unterstützen würde.

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Kommentare (4)

  • Gast - Frank Schumann

    Wir haben gerade das gleiche Desaster mit Hotelsquickly erlebt. Im Februar habe ich für drei Nächte Hotel Fairmont in Singapur für 555€ gebucht, der Betrag wurde auch sofort von meiner Kreditkarte abgebucht. Bei der gestrigen Ankunft im Hotel wurde uns mitgeteilt, das Hotelsquickly gestern die Buchung storniert hat. Zum Glück waren noch Zimmer frei, allerdings natürlich deutlich teurer. Trotzdem noch fair, bei Booking.com hätten wir auch soviel bezahlt. Auf meine E-Mail an Hotelsquickly bzgl. Rücküberweisung des gezahlten Betrages kam die dreiste Antwort, das wäre z.Zt. aus "technischen" Gründen leider nicht möglich. Ich bekäme aber eine Gutschrift, gültig für sechs Monate!!! Ganz offensichtlich eine Betrüger-Webseite. Der Link zu Hotelsquickly kam über Trivago. Das Geld werde ich wohl abschreiben müssen. Wie kann man diesen Gangstern jedoch das Handwerk legen, damit nicht noch andere darauf hereinfallen? Zu den Gangstern zähle ich auch Trivago und TripAdvisor, die beide auf Hotelsquickly verlinken. Es muss doch eine Möglichkeit geben, gegen derartige Online-Kriminalität vorzugehen,

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  • Als Antwort auf: Gast - Frank Schumann

    ja, es ist mehr als ärgerlich. Es sind eine Menge Leute auf der ganzen Welt von Hotelquickly betrogen wurden. Unfassbar macht es mich, das ein solch bekanntes Unternehmen wie TRIVAGO solche Reisebüros auch noch anbietet. Ein einfacher Check der Webseite von Hotelquickly, Bewertungen und Facebook Seite hätte das Ganze schnell aufgedeckt. Noch amateurhafter kann man sich kaum präsentieren. TRIVAGO erwähnten zwar das sie angeblich das Unternehmen Hotelquickly geprüft haben, dennoch frage ich mich allen Ernstes nach welchen Kriterien die da vorgegangen sind. Dieses Desaster hätte auf jeden Fall vermieden werden können. Leider ist rein rechtlich TRIVAGO nur schwer zu belangen da der Vertrag ja nicht mit TRIVAGO geschlossen wurde. Das einzige das was man tun kann ist TRIVAGO unter Druck zu setzen, weiterhin Hotelquickly auf die Nerven zu gehen und eventuell diesen Vorfall bei anderen Institutionen (wie „Achtung Abzocke“) zu melden. Nach meinen Recherchen haben aber einige eine Rückerstattung von Hotelquickly bekommen. Ich glaube allerdings das ich in meinem Fall ebenfalls das Geld abschreiben kann.

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  • Gast - Christian

    Leider habe ich auch die gleiche betrügerische Erfahrung machen müssen. Hotel über Trivago bei Hotelquickly gebucht, im Hotel angekommen, es sei storniert worden und ich musste eine neue teure Neubuchung direkt machen. Trivago: wir sind nur Vergleichswebseite und können nichts für die Vermittler. Dies bedeutet es gibt dort keinen know your customer Prozess und die Geschäftsleitung lässt einfach die Kunden abzocken. Hotelquickly schreibt dann an Trivago, es sei eine Erstattung eingeleitet worden. Dies kommt natürlich auch nicht an und als nächstes wird eine Vereinbarung für einen Gutschein behauptet. Quintessenz: Geld futsch und ich werde Trivago NICHT mehr nutzen.

    kurze URL:
  • Gast - Winterfrust

    HÄNDE WEG!!!
    Stornierung von Hotel, dass im Januar für Silvester gebucht wurde. Angebot Gutschein auf App. Sieht alles schwer nach Betrug aus.

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Meine Heimat mein Verein.

Es gibt nicht viele Fußballclubs in Deutschland, die trotz ihren bescheiden sportlichen Leistung dennoch Kult-Status genießen. Kuriose Ereignisse reihen sich neben großen Erfolgen und bitteren Niederlagen. Deutscher Meister in der 1. Bundesliga, die erste Trikotwerbung im Sport, Jägermeister, der Fall Lutz Eigendorf, Abstieg trotz eines positiven Torverhältnisses, 5 Trainer in einer Saison und die beste Bratwurst der Liga....mach mit, lass Dich infizieren und werde auch Eintracht-Fan...der echten und einzigen Eintracht im Profi-Fußball. Klicky?

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