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Wer in Berlin wohnt und gerne etwas Spezielles kaufen möchte, muss oft stundenlang durch die Stadt reisen. In Zeiten mit Messermännern, U-Bahn oder S-Bahn Schubsern oder sonstigen importierten Gewalttätern nicht wirklich empfehlenswert. Da ist doch so eine Onlinebestellung in der Stadt noch wesentlich sicherer, preiswerter und zeitsparender. Denkt der Kunde naiverweise vielleicht. Für die kommende kalte Jahreszeit habe ich mir eine Kopfbedeckung bei Hut.Berlin bestellt. Vorbildlich verschickte das Unternehmen den Kopfschmuck auch am nächsten Tag. Innerhalb der Stadt sollte es doch etwas schneller gehen als weiter weg - so ist doch der Gedankengang des gemeinen Online-Kunden. Doch dies ist eine fatal falsche Denkweise. Welch ein Verlauf ein Paket nehmen kann, das nur innerhalb eines Radius von 4 Kilometer verschickt wird, veranschaulicht folgende Grafik nach dem Text.

Hut

Unfassbar, dass Paket startet aus den hippen Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg erst 4 Tage nach Einlieferung und wurde zunächst nach Rüdersdorf/Brandenburg verschifft. Von dort aus wurde es weiter ins brandenburgische Börnicke verschickt. Mittlerweile waren 6 Tage nach Einlieferung verstrichen. 6 Tage für 4 Kilometer. Das muss man sich mal reinziehen. Das Paket erreichte mich letztendlich 7 Tage nach Aufgabe. Ganz schwaches Bild von DHL. Aber es geht bei DHL noch schlimmer. Um einer Freundin im fernen Ausland eine kleine Freude zu machen, wollte ich mein altes iPhone 6+ zur Verfügung stellen. Da die Person im tiefsten Afrika wohnt, nutzte ich also die Flugpaten. Das sind Leute, die sich bereit erklären, in ihrem Gepäck kleine Dinge kostenlos zu transportieren. Ich schickte also das kleine Paket an den Paten, der bald die weite Reise antreten wird. Doch eine Woche nach Einlieferung stand in der Sendungsverfolgung immer noch folgendes: "Einlieferung in Filiale durch Absender".

iphone dhl

Für mich war klar, dass Paket hat die Filiale nie verlassen. Ein Anruf beim Kundenservice von DHL brachte nichts außer Ausreden und Beschwichtigungen in feinster Manier. Einen Tag später erstattete ich einen Nachforschungsauftrag. Dieser ergab erwartungsgemäß nach 3 Wochen nichts. Immerhin: Einen Tag nach Aufforderung auf Entschädigungszahlung reagierte DHL mit folgender Nachricht:

"Guten Tag Hendrik Lorenz,
wir haben uns gerne um Ihr Anliegen gekümmert und sind zu dem Ergebnis gekommen, den Ihnen entstandenen Schaden zu regulieren.
Bitte beachten Sie aber: Die von Ihnen vorgelegte Rechnung stammt vom 11.05.2018. Wir können deshalb nur den Wert erstatten, den der Sendungsinhalt zum Zeitpunkt der Einlieferung hatte. Den errechneten Ersatzbetrag von 347,15 EUR haben wir bereits angewiesen."

Eine Erklärung, auf welcher Grundlage die Schätzung des Inhalts erfolgte, wurde nicht angegeben. Auch eine Anfrage meinerseits diesbezüglich blieb bis heute unbeantwortet. Da bleibe ich natürlich dran denn auch in den AGBs ist dazu nichts weiter beschrieben. Der Wert eines Gegenstandes errechnet sich auch nach dem Zustand des Gegenstandes. Wie ist eine Berechnung möglich, wenn die Versicherung das Gerät niemals gesehen hat? Hier ist es durchaus möglich noch etwas mehr herauszukitzeln. Ich bleibe am Fall.

 

 

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