Goldene Vergangenheit - bittere Zukunft?

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    Kottbusser Tor Berlin-Kreuzberg 2010

    Früher war alles besser. Dieser berühmte Spruch trifft natürlich nicht immer zu. Früher war es nur anders. Ob gut oder schlecht, das muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Hier ein kleiner persönlicher Rückblick auf die letzten Jahre und auf dessen fühlbare Veränderungen.

    Die prägenden Jahre, die einem am meisten in Erinnerung bleiben, sind sicherlich zwischen den ersten 16 und 30 Lebensjahren zu finden. Während danach alles aufgrund abgeschlossener Ausbildung etc. eher routinemäßig erscheint und verschwimmt. Ich war Teenager in den 1980er-Jahren. Auf einer staatlichen Schule waren die Zustände nicht viel anders wie heute. Marode Infrastruktur, versiffte Toiletten und Schulmaterial aus den tiefsten 1970er-Jahren. Schon ewig nicht mehr auf den neusten Stand. Mobbing gab es als Wort noch nicht, die Sache aber generell schon und das in teilweise heftiger Form. Interessiert hat sich dafür niemand. Heute undenkbar. Auf dem Pausenhof gab es regelmäßig Schlägereien. Es wurde ein Kreis um die Beteiligten gebildet und von außen angefeuert. Gab der Unterlegene auf, löste sich der Kreis und die Sache war erledigt. Heute löst sich der Kreis erst auf, wenn der Unterlegene halb totgeprügelt wurde.

    Das Migrantenproblem an den Schulen gab es auch schon in der fernen Vergangenheit. Je niedriger die Schulform, desto höher der Migrantenanteil in den Klassenzimmern. In den 1980er-Jahren waren es vorwiegend türkische Migranten. Afrikaner, also schwarze Migranten oder Menschen aus dem arabischen Raum, waren so gut wie nicht vertreten. Auch damals gab es mit den Migranten oft Ärger. Das Aggressionspotenzial war bei den meisten schon immer hoch und so standen sie auf den Schulhof oft nur mit ihresgleichen zusammen. Integration gelang nur selten und wurde auch von Migrantenseite oft abgelehnt. 30 Jahre später ist es nicht anders.

    Das Messer. Auch schon in den 1980er-Jahren bei Migranten ein sehr beliebtes Accessoire. Der Unterschied zu heute: Damals wurde damit geprahlt. Heute wird wegen Nichtigkeiten zugestochen und das Stichwerkzeug gehört in den Schulranzen wie früher das Pausenbrot. In der Berufsausbildung nach der Schule ging es noch zünftig zu. Habe ich mal wieder heimlich an einem mit Lösungsmittel durchtränkten Putzlappen an der Druckmaschine geschnüffelt, gab es einen Klaps vom Meister an den Hinterkopf. In heutigen Zeiten wohl ein Fall für den Staatsanwalt inklusive Schadensersatzklage.

    Seine Freizeit verbrachte man mit Freunden oder Bekannten. Die Kommunikation fand überwiegend per Festnetz statt, klappte eigentlich prima. Niemand hat es vermisst, nicht ständig erreichbar zu sein. Man musste sich eben nur einfach anders organisieren. Filme gab es auf VHS in der Videothek – anfangs sau teuer und die Kassetten waren oft schon so abgenutzt, dass das Bild flackerte und der Ton leierte. Das hat genervt. Heute erfreue ich mich über einen satten 5.1 Sound und ein glasklares Bild auf einem platzsparenden TV. Früher machte man per Telefon Schluss, heute via Whatsapp. Letzteres ist ein wenig unpersönlicher, dass Ergebnis bleibt aber das Gleiche.

    Schon Ende der 1980er war die Klubszene unterteilt. Popper und hipster Disco, Independent Klubs oder Migranten Hotspot. Daran hat sich wohl nichts geändert. Türkische Hochzeiten verliefen in der Vergangenheit laut aber problemlos. Brandaktuell wäre das ziemlich uncool. Autokorsos mit Burn-out und Schüssen aus Pistolen (auch wenn sie meistens nicht echt sind), gehören zum guten Ton. Dabei werden auch gerne Kreuzungen besetzt oder auf Autobahnen Vollbremsungen eingeleitet. Was interessiert auch der Hintermann? Gegenden, die vorwiegend von Migranten bewohnt wurden, gab es schon immer. Der Unterschied zur Gegenwart: Jeder konnte dort gefahrlos flanieren. Heute traut sich noch nicht mal die Polizei in Stadtteile, die von Menschen aus einem gewissen Kulturkreis dominiert werden.

    Auch in den der 1980er-Jahre gab es viele Flüchtlinge oder eben Asylbewerber. In der Zeit waren es vorwiegend Menschen aus dem Ostblock. Auch für diese Menschen hat man viel getan und enorm viel Geld ausgeben. In der Zeit gab es aber noch kein Internet und die damaligen Medien berichteten kaum darüber. Zwischen 1988 und 1993 kamen rund 7,3 Mio. Menschen nach Deutschland (1). Der Unterschied: Sie fielen nur selten unangenehm auf und integrierten sich meistens schnell. Anders die Massen an Menschen, die unkontrolliert und meist ohne Ausweis oder kenndienstliche Behandlung seit 2015 in die ehemals schöne Republik Deutschland strömen und weiterhin als Fachkräfte, Ärzte und Ingenieure der Bevölkerung verkauft werden. Seit 2015 einst harmlose Wörter wie „Mann“, „Gruppe“ oder „Messer“ haben seitdem eine ganz andere Bedeutung bekommen.

    Eine Messerstecherei gab es auch schon früher, das ist nichts Neues. Es kam allerdings selten vor. Heute ist es Normalität. Auch die Taten ansich sind neu. An Brutalität teilweise nicht zu überbieten. Der Axtmord von Limburg, der Samuraischwert-Mord von Stuttgart oder der Gleisbettschubser von Frankfurt sind nur drei der unfassbaren Taten der letzten Jahre. Dazu unzählige Gruppenvergewaltigungen, begangen an teils noch minderjährigen Mädchen. Nicht zu vergessen die gefühlt schon täglichen „Ehrenmorde“. Nein. Ganz ehrlich, das ist ein Phänomen, das es erst seit wenigen Jahren gibt. Gleichzeitig verkündet die Regierung, Deutschland sei so sicher wie nie. Die Gefängnisse sind so voll, dass Haftbefehle teilweise nicht mehr vollstreckt werden können. Auch die Klientel im Knast hat sich verändert. Mittlerweile wird diese von Ausländern oder Deutschen mit Migrationshintergrund dominiert (2,3).

    Notaufnahmen waren schon immer sehr voll. Seit ein paar Jahren müssen diese allerdings von einem Sicherheitsdienst überwacht werden, damit nicht zu viele Clans und Neubürger eine bevorzugte Behandlung gegenüber dem Krankenhauspersonal aggressiv einfordern. Da wir gerade beim Gesundheitssystem sind: Einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen, war schon immer nicht einfach. Wartezeiten bis zu 7 Monate in Großstädten sind heute keine Seltenheit. Da helfen auch die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nicht wirklich. Auch die helfende Zunft der Republik wie Feuerwehr, Notärzte oder Polizei hat seit mehreren Jahren mit unangenehmen Begleiterscheinungen in ihrem Beruf zu kämpfen. Zeigten sich Menschen in vergangenen Jahren stets dankbar für jeden Einsatz, werden die Helfer heute oft bedroht und angegriffen. Klientel bekannt, aber in Politik und Presse nicht benannt. Bei größeren Ausschreitungen wird dann versucht, mit allen Mitteln die Wahrheit zu vertuschen. So entstehen wieder neue und lustige Wortkreationen wie zum Beispiel die berüchtigte und gefürchtete „Party- und Eventszene“ im Hochsommer 2020.

    Ein KFZ anmelden war vor Jahren kein Problem. In vielen Städten konnten die Einwohner beim KFZ-Zulassungsamt ihr Fahrzeug nach Kauf noch am gleichen Tag anmelden. In Großstädten geht das schon lange nur noch Termin. Rekord in Berlin: Wartezeiten bis zu zwei Monaten! Grünanlagen in Großstädten dienten einst zur Erholung aller Einwohner. Heute strömen die Bewohner nur noch selten zur Erholung in die Grünanlagen. Wenn dann eher zum Konsum oder Erwerb von Betäubungsmitteln jeglicher Art. Die Polizei schaut weg. Teils wegen Anordnung von ganz oben oder aus Angst vor Konsequenzen wegen „Racial Profiling“ oder „Rassismus“ Vorwürfen.

    In der Politik gab es bis Ende der 1990er-Jahre nur einen Mann: Helmut Kohl. Es wirkte, als gäbe es niemanden neben ihn. Als Birne verschaukelt als Sturkopf bekannt. Was gab es nicht für Witze über ihn. Am Ende war man froh, dass er weg war. Nie hätte ich gedacht, dass ich mir die Zeit mit Helmut Kohl wieder zurückwünsche. Denn eigentlich wurde es mit der Zeit unter Birne immer besser, aber nicht schlimmer. Doch dann kam das unsägliche Jahr 2015. Nein, viele der mit der Jahreszahl in Verbindung gebrachten Probleme gab es aber auch schon vorher.

    Im Jahre 2017 schaffte die AFD als 6. Fraktion den Einzug in den Bundestag. Was sagte der ehrenwerte Franz-Josef Strauß einst?: „Rechts von der CSU, darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben.“ Nun ist es doch passiert, wenn das Franz-Josef wüsste. Eine Frau aus der Uckermark hat es möglich gemacht. Mit ihr ist die sogenannte „Vierte Gewalt“ auch nach links gerutscht, stets als treuer Hofberichterstatter, auf dessen Unterstützung sich die heutige Kanzlerin immer verlassen kann. Wurden früher noch die Dinge beim Namen genannt, werden Berichte in TV und Presse jetzt schön durchs Framing gezogen, bis sie eben passen und ja kein schlechtes Bild auf die Regierung, deren linken Freunde und Claqueure werfen. Witze oder Satire in Bezug auf die Kanzlerin wie früher mit Schröder oder Kohl? Fehlanzeige. Es würde einer Gotteslästerung gleichen und sehr wahrscheinlich berufliche Konsequenzen haben. Höhepunkt im Jahre 2020 bei der Thüringer Landtagswahl. Der legitim gewählte FDP-Mann Thomas Kemmerich wurde so unter Druck gesetzt bis er einknickte und den Platz für den Kommunisten Bodo Ramelow freimachte.

    Das vergangene Jahr 2020 war ein ganz besonderes Jahr. Die Welt dreht durch wegen eines Grippevirus. Ganz vorne mit dabei: Deutschland. Planlos, Ideenlos und ruinös wird regiert und entschieden. Es gibt nahezu einen Personenkult: Merkel, Spahn, Söder und Lauterbach. Dazu wird noch Drosten als staatlich anerkannter Hofvirologe arrangiert. Andere Meinungen aus ärztlichen und wissenschaftlichen Kollegenkreisen werden ignoriert, nicht ernst genommen, ins lächerliche gezogen oder als Verschwörungstheorien abgestempelt. Andere Meinungen oder Ansichten der Bevölkerung werden bekämpft und in der regierungstreuen Presse verhetzt. Mehr DDR nach 30 Jahren geht in diesem Land wirklich nicht mehr. Das Jahr 2021, noch jung an Tagen, lässt nichts Gutes ahnen. Es stehen viele Wahlen an. Doch solange die meisten Menschen das glauben was die Regierungsnahe Presse so von sich gibt, wird es wohl ein „weiter so“ geben. Es ist einfacher eine Meinung zu übernehmen als selbst zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden. Erst wenn der Mann mit der Machete im eigenen Garten steht und das ihm angeblich zustehende einfordert oder das eigene Unternehmen wegen der „notwendigen“ Maßnahmen des Todesvirus pleite ist, wachen sie auf. Wie Napoleon einst weise sagte: „Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie.“ (Nicht wirklich belegt aber passend).

     

     

     

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    Hendrik Lorenz

    *1970 in Braunschweig.
    Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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    Kommentare

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    Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
    Joomla Artikel vor 1 Tag
    Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
    Joomla Artikel vor 5 Monaten
    Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
    Joomla Artikel vor 6 Monaten
    Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
    Joomla Artikel vor 6 Monaten
    Bernhard hat den Artikel Gefangen im eigenen Land kommentiert
    Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
    Joomla Artikel vor 9 Monaten

    Kenia

    Natur, Tiere und Strand.

    Der afrikanische Kontinent besitzt viele Länder mit den unterschiedlichsten Kulturen und der faszinierendsten Flora und Fauna. Jedoch sind nicht alle Länder so einfach touristisch zu erkunden wie Kenia.

    Goslar

    Wo die Welt noch in Ordnung ist.

    Wer im Braunschweiger Raum aufgewachsen ist, dem dürfte die Gegend um die mittelalterliche Stadt Goslar wohl bekannt sein. Zu DDR-Zeiten war der Westharz, der sich direkt hinter der Kaiserpfalzstadt emporhebt, immer eine beliebte Anlaufstelle. Nach der Wende brach der Tourismus ein und nimmt nun wieder langsam Fahrt auf.

    Mauritius

    Insel der vielen Enttäuschungen.

    Wer von der Insel Mauritius hört, denkt zuerst an kilometerweite weiße Sandstrände, Palmen und exotische Tiere. Einige Dinge treffen sogar zu, aber viele Dinge sind in Wahrheit doch völlig anders. Mauritius ist vor allen Dingen immer noch eines: Afrika.

    Unternehmungen

    • Devils Town

      Wenn die Städte Serbiens noch ein wenig trist und Post-Kommunistisch anmuten, so ändert sich das sofort, nachdem die Stadtgrenze erreicht ist und die Provinz begint. Eine komplett unberührte, unerschlossene und faszinierende Natur.

    • Lake Naivasha

      Touristenfrei, ich bin dabei. Weit weg vom du-ich-ficki Trubel an der Küste ist ein schöner See zu finden. Mitten in der Pampa tummeln sich Marabu, Pelikane, Ibisse und natürlich Flusspferde.

    • Kurische Nehrung

      Die fast 100 Kilometer lange Halbinsel teilen sich Russland und Litauen. Vieles erinnert an eine Nordseeinsel und vieles erinnert auch an die deutsche Vergangenheit dieses Ostsee Archipel.

    • Shimba Hills

      Nicht zu vergleichen mit einen der vielen Nationalparks, das Naturschutzgebiet Schimba Hills hat aber trotzdem viel zu bieten.

    • Der Invalidenfriedhof

      Der Invalidenfriedhof in Berlin befindet sich mitten in der Stadt am Mauerweg. Beim Durchqueren wissen die meisten gar nicht, das sie am Grab eines der größten Kriegsverbrecher vorbeilaufen.

    • Brooklyn Brewery

      Eine der 4000 aktiven Brauereien in den USA ist die Brooklyn Brewery in Williamsburg. Das Unternehmen bietet eine gute Brauereiführung an, die aber ein wenig zu sehr auf die Kohle der Besucher abzielt.

      Kuba

      Karibischer Kommunismus.

      Seit den 1960er-Jahren hat sich nicht viel auf der Insel Kuba geändert. Es geht nur stückweise voran. Immerhin gibt es Ende der 2010er-Jahren schon Internet, wenn auch nur auf Zeit begrenzt.

      Dominikanische Republik

      Der karibische Traum.

      Die Dominikanische Republik hat nicht den besten Ruf, gilt sie doch eher als Part- und ficki-ficki Hochburg betagter älterer weißer Herren. Doch die Halbinsel Samana wird diesen Ruf nicht gerecht.

      Russland

      Der letzte Abenteuerurlaub.

      Russland ist für viele auch heute noch keine Reise wert. Ich wagte den Schritt und tauchte ein in eine wunderbare Welt mit super Menschen.

      Städtereisen

      • New York City

        Mit dem Glück des Glücklichen noch schnell mit einen Direktflug von Berlin nach New York City - Kurz danach war AirBerlin pleite. Die Stadt, die einen an jeder Ecke an einem Film erinnert. Es lohnt sich.

      • Riga/Kuldiga

        Der baltische Staat ist heute schon lange kein Geheimtipp mehr. Allerdings ist Tourismus ausschließlich auf Riga konzentriert. Interessant wird es aber erst außerhalb der Metropolen Lettlands.

      • Prag

        Seit 30 Jahren erlebt die Stadt Prag jetzt einen ungebrochenen Touristenansturm aus aller Welt. Wird die richtige Jahreszeit gewählt, lässt sich die Stadt aber sehr entspannt erkunden.

      • Bukarest

        Die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union ist Bukarest. Die Stadt im südlichen Rumänien besticht durch seine postkommunistische Architektur und seinen noch günstigen Lebenskosten.

      • Niš

        Im südlichen Serbien, quasi zwischen Sofia und dem Kosovo, liegt die Stadt Niš. Trotzdem die meisten noch nie etwas von dieser Stadt gehört haben, hat sie besonders im Umfeld sehr viel zu bieten.

      • Krakau

        Eine der interessantesten Städte Polens ist Krakau. Tief im Osten hat die Stadt sehr viel Geschichte zu bieten. Auf den Spuren von Oskar Schindler.