Reisebericht Lausanne, Genf, Montreux (Schweiz) 2009

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Was ist denn eine „Gemeinde Tageskarte“? Hört sich zuerst einmal recht merkwürdig an, ist aber eine ganz schicke Angelegenheit. Mit der Gemeinde Tageskarte ist es möglich, 24 Stunden lang mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Schweiz zu fahren. Zu beziehen sind diese Karten bei der jeweiligen Gemeinde des Wohnortes (Voraussetzung ist natürlich ein Wohnort n der Schweiz) für schlappe 30 Franken. Das Ganze hat erst einmal ein wenig den Charme des legendären "Schönes-Wochenende-Ticket", das es seit 1995 in Deutschland gibt und schnell als „Proleten-Ticket“ einen zweifelhaften Ruhm erlangte. Wie der Name schon sagt, ist die "Gemeinde Tageskarte" nur an einem Tag gültig. Gegenüber dem Ticket der Deutschen Bahn dürfen alle Züge der SBB benutzt werden. Mit umgerechnet 20 Euro ist die Gemeinde Tageskarte gegenüber dem Ticket der Deutschen Bahn auch nur halb so teuer. Deshalb nichts wie los. Vom Bahnhof Wildegg aus ging es zunächst direkt ´nach Lausanne. Die Stadt am Genfer See ist mit ihren knapp 200.000 Einwohnern bequem zu Fuß erkundbar. 500 Meter einen steilen Hang hinauf befinden sich auch die ersten touristischen Highlights des Hauptortes im Schweizer Kanton Waadt. Nach einem Abstecher zur Kathedrale ging es wieder abwärts, vorbei am SBB Bahnhof zum Botanischen Garten am Hügel Montriond. Leider war der Tag so düster, dass der Blick zum Genfer See einen das Wasser allenfalls erahnen ließ. Weiter ging es mit der SBB nach Genf. Die Fahrt dauerte von Lausanne aus ca. 45 Minuten bis zum Hauptbahnhof Genf "Cornavin". Auch in der zweitgrößten Stadt der Schweiz lassen sich ein paar Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erkunden. Vorbei am Genfer See und hoch zur Kathedrale St. Peter. Dort gab es interessante architektonische Bauten zu bewundern. Insgesamt wirkte die Stadt Genf im Vergleich zu Lausanne nicht so attraktiv. Vielleicht lag es auch am Wetter, das an diesem Tage die gesamte Stadt in einen einheitlichem Grau erschienen ließ. Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Montreux. Trotz der geringen Entfernung zog sich die Fahrt nach Montreux etwas. Der Ausblick entschädigte aber. Die Strecke führte größtenteils am Genfer See vorbei. Die kleine Stadt Montreux entpuppte sich als mediterraner Ort mit teilweise subtropischer Vegetation an der Strandpromenade. Spielcasinos und Hotels verliehen den Ort Montreux einen Hauch von Monte Carlo - wenn wohl auch nicht mit dem entsprechenden Preisniveau. Die eintretende Dunkelheit am späten Nachmittag verhinderte leider den schönen Ausblick über den Genfer See sowie weitere Erkundungen dieser interessanten Stadt. Im Sommer muss Montreux ein großer Touristenmagnet sein, wahrscheinlich auch ein großer Anziehungspunkt für viele Freunde der Pop-Gruppe "Queen", für dessen Leadsänger "Freddie Mercury" an der Strandpromenade ein übergroßes Denkmal gesetzt wurde.

Fazit: Dank der Gemeinde Tageskarte lassen sich preisgünstig Städte in der Schweiz erkunden. Trotz der Reisehektik war es ein aufregender und interessanter Tag, der unbedingt noch einmal wiederholt werden muss.

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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