Knapp drei Jahre nach der Eröffnung des Calisthenics-Parks zeigt sich nun eindrucksvoll, was aus einer einst schicken und modernen Anlage werden kann, wenn sie lange genug sich selbst überlassen bleibt. Eine Tischtennisplatte ist seit über einem Jahr defekt und weist mittlerweile ein so großes Loch auf. Tischtennis spielen ist darauf jedenfalls nicht mehr möglich. Auch der Rest der Anlage entwickelt sich konsequent weiter: Geräte sind beschmiert, Mülleimer demoliert, der Boden regelmäßig verdreckt und eine Holzbank defekt. Im Basketballbereich wurde offenbar eine besonders kreative Lösung gefunden: Da es keine Fußballtore gibt, wurden diese kurzerhand mit Farbe auf das Gitter gemalt. Minimalismus in seiner reinsten Form. Tagsüber, insbesondere bei schönem Wetter, wird der gesamte Park von Kindern und ihren Eltern ausgiebig als Spielplatz genutzt und entsprechend okkupiert. Dass auf einem Schild ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Anlage erst ab 8 Jahren zugänglich und kein Spielplatz ist, scheint dabei eher als unverbindliche Empfehlung verstanden zu werden. Das Schild ist mittlerweile auch überschmiert. Offenbar ist die Botschaft entweder nicht angekommen oder schlicht in der falschen Sprache verfasst. An warmen Tagen finden darüber hinaus gerne kleinere Familienfeste statt, was zuverlässig für noch etwas mehr Müll und zusätzliche „Verschönerungsmaßnahmen“ durch die Nutzer sorgt. Insgesamt bietet das Gelände mittlerweile einen durchaus traurigen Anblick. Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zur damaligen Neueröffnung, als die Anlage noch sauber und tatsächlich nach einem Ort aussah, der für sportliche Nutzung gedacht war. Die GESOBAU scheint (verständlicherweise) inzwischen wenig Interesse daran zu haben, die ständig neu entstehenden Schäden zu beseitigen. Schließlich wäre eine funktionierende und saubere Anlage ohnehin nur eine vorübergehende Erscheinung. So bleibt am Ende ein durchaus lehrreiches Beispiel dafür, wie schnell aus einer neu geschaffenen Sport- und Freizeitanlage ein ziemlich trostloses Gelände werden kann. Knapp drei Jahre reichen dafür offenbar völlig aus. Bleibt abzuwarten, wie der Park zum fünfjährigen Jubiläum aussieht.
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