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- Hendrik Lorenz
- Süd/Mittel/Nordamerika
- Kategorie: Dom.-Rep.
- Lesezeit: 4 Minuten
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Dominikanische Republik – Wiedersehen nach fünfzehn Jahren
Fast genau fünfzehn Jahre nach der ersten Reise ging es erneut in die Dominikanische Republik. Der erste Besuch hatte 2007 nach Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná geführt – bis heute einer der eindrucksvollsten Urlaube überhaupt. Endlose Palmenstrände, kaum Tourismus, türkisfarbenes Wasser und mittendrin der Tropensturm „Olga“, der große Teile der Insel verwüstete. Gerade diese Mischung aus Natur, Abenteuer und Ursprünglichkeit machte die Reise unvergesslich.
Die Rückkehr entstand diesmal eher aus pragmatischen Gründen. Viele Fernreiseziele waren nach der Corona-Zeit nur eingeschränkt erreichbar oder finanziell wenig attraktiv. Die Dominikanische Republik bot dagegen ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis und unkomplizierte Einreisebedingungen (kostenlose Einreisekarte, keine Touristen-Visa Abzocke).
Ursprünglich sollte es wieder nach Samaná gehen. Die langen Transferzeiten und die deutlich höheren Preise sprachen jedoch dagegen. Stattdessen fiel die Wahl auf Cabarete an der Nordküste – nur wenige Kilometer vom Flughafen Puerto Plata entfernt.
Die Anreise verlief überraschend problemlos. Der damals noch viel kritisierte Flughafen BER funktionierte ohne größere Wartezeiten, der Anschlussflug über Zürich klappte ebenfalls reibungslos. Auch die Charterfluggesellschaft Edelweiss hinterließ einen deutlich besseren Eindruck als viele andere Ferienflieger. Pünktliche Flüge, freundlicher Service und keinerlei organisatorische Probleme – so wünscht sich jeder Touri den Beginn einer Reise.
Cabarete präsentierte sich völlig anders als das ursprüngliche Las Terrenas. Der Ort lebt vom Wind. Den ganzen Nachmittag beherrschen Kitesurfer und Windsurfer das Bild am Strand. Für Wassersportler ist Cabarete ein Paradies, für klassische Badeurlauber dagegen nur bedingt geeignet.
Der Ort selbst konnte allerdings kaum begeistern. Laut, staubig und wenig einladend. Die Strandpromenade bestand aus einer Reihe einfacher Bars und Restaurants, deren Preise erstaunlich hoch ausfielen. Teilweise bewegten sie sich auf Großstadtniveau, obwohl das Umfeld eher den Charakter einer karibischen Kleinstadt hatte. Hinzu kamen kreative Zusatzgebühren und automatisch berechnete Trinkgelder, die nicht immer für Begeisterung sorgten.
Positiv fiel dagegen auf, dass Cabarete deutlich ruhiger wirkte als andere bekannte Touristenorte des Landes. Aufdringliche Straßenprostitution spielte hier kaum eine Rolle, was den Aufenthalt wesentlich angenehmer machte.
Die schönsten Eindrücke entstanden erneut außerhalb des Hotels. Kleine Ausflüge in die Umgebung, Spaziergänge am kilometerlangen Strand und das entspannte karibische Lebensgefühl machten vieles wett, was dem Ort selbst fehlte.
Rückblickend blieb die Dominikanische Republik auch beim zweiten Besuch ein lohnendes Reiseziel. Allerdings zeigte sich deutlich, wie stark sich das Land innerhalb von fünfzehn Jahren verändert hatte. Der Lebensstandard war sichtbar gestiegen, gleichzeitig aber auch die Preise. Cabarete konnte mit den Erinnerungen an Las Terrenas nicht mithalten. Für einen entspannten Badeurlaub gibt es in der Dominikanischen Republik deutlich reizvollere Orte. Die Reise selbst bleibt dennoch in guter Erinnerung. Manchmal reicht schon das warme Meer, eine Palme und ein kühles Presidente-Bier, um den Alltag für zwei Wochen komplett zu vergessen.
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