TomTom Go Live 750 – Navigation mit kleinen Schönheitsfehlern

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Gleich vorweg: Ich habe keinerlei Erfahrung mit Navigationsgeräten. Bis jetzt bin ich mit Karten auf Papier immer gut ausgekommen. Nachdem sich aber der soundsovielte Berlin Stadtplan erneut in seine Einzelteile aufgelöst hatte, nahm ich diese Situation zum Anlass, doch auf digitale Karten umzusteigen. Großartig überlegt habe ich beim Kauf nicht. Eigentlich habe ich das genommen, was mir als Erstes in die Finger kam. Wichtig war für mich aber nur, dass das Gerät auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad geeignet ist.

Auspacken, einschalten und alles geht. Ganz so einfach war es, wie in der kleinen Bedienungseinleitung beschrieben, aber dann doch nicht. Es gab zwei Möglichkeiten das Gerät aufzuladen. Entweder im Auto über den Anschluss des Zigarettenanzünders oder via USB am Computer. Ich entschied mich für letzteres, weil ich mir in Ruhe das Gerät und dessen Funktionen anschauen wollte. Bis ich dann ins Menü kam, dauerte dann aber doch eine Weile. Nach Anschluss des Gerätes an dem Rechner wurde das TomTom Go Live 750 sofort erkannt. Um ins Menü zu gelangen, musste das Gerät aber wieder ausgeworfen werden. Das stand so nicht in der Anleitung. Auch das Aufladen des TomTom Go Live 750 dauerte weit mehr als die in der Anleitung angegeben zwei Stunden.

Das Menü ist optisch sehr schön gestaltet. Leider gibt es nur einen „weiter Button“ und kein „zurück“. Mit der Taste „fertig“ fliegt man gleich aus dem Menü und muss es erneut öffnen. Wenn man sich länger damit beschäftigt und das Gerät kennt, ist es nicht so tragisch. Am Anfang kann es aber sehr lästig sein. Die einzelnen Punkte im Menü sind selbsterklärend und sämtliche Einstellungen relativ einfach vorzunehmen. Wer sich schon mit einem Smartphone auskennt, dürfte mit diesem Gerät keinerlei Schwierigkeiten haben. Mit der kostenlosen TomTom Software "TomTom HOME" lässt sich das Gerät auch noch pimpen. Es können Stimmen, Routen oder auch grafische Elemente, größtenteils kostenlos, ergänzt werden. Sehr praktisch ist die integrierte Freisprechanlage, die sich über Bluetooth mit dem Handy verbindet. Eine Schwachstelle ist die Spracherkennung. Diese funktioniert nur eingeschränkt. Viele der Sprachbefehle werden einfach nicht erkannt, so das man oft schneller mit der manuellen Eingabe ist. Das größte Manko dieses Gerätes ist aber die Halterung. Trotz sauberer Scheibe und gründlicher Positionierung löst sie sich immer wieder und fällt während der Fahrt samt dem TomTom Go Live 750 herunter. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern dauerhaft auch nicht gesund für das Gerät.

Fazit: Da das TomTom Go Live 750 mein erstes Navigationsgerät ist, habe ich natürlich schlecht Vergleichsmöglichkeit. Da es aber relativ schnell problemlos läuft und einfach zu bedienen ist, bin ich mit dem TomTom Go Live 750 recht zufrieden. Für Neulinge in dem Bereich sicherlich gut geeignet.

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Kommentare

Mansour gefällt ein Kommentar bei Kotte & Zeller - Eine unendliche Bestellung
Interessant ist, dass dieser Bericht bereits 10 Jahre her ist, und an der Informationspolitik hat si...
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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
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Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
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Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
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Bernhard gefällt ein Kommentar bei Gefangen im eigenen Land
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
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